Rot-Weiss Essen hat mit dem Sieg im Niederrheinpokal einen versöhnlichen Saisonabschluss geschafft. Der FC Bayern wäre für RWE kein gutes Los im DFB-Pokal. Ein Kommentar.

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Warum RWE lieber Bochum als die Bayern will

Ralf Wilhelm
30. Mai 2016, 08:07 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Rot-Weiss Essen hat mit dem Sieg im Niederrheinpokal einen versöhnlichen Saisonabschluss geschafft. Der FC Bayern wäre für RWE kein gutes Los im DFB-Pokal. Ein Kommentar.

Es ist also nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch möglich, die Regionalliga nach oben zu verlassen. Glückwunsch an Lotte!

Glückwunsch aber auch an RWE für einen rundum gelungenen Fußballabend, an dem die viel beschworene „RWE-Familie“ mal wieder eng zusammenrückte und einer Fernsehgemeinde bewies, was hier möglich wäre, wenn alle Kräfte sich grundsätzlich bündeln ließen und nicht so häufig gegeneinander arbeiten würden. Nichts trübte die Stimmung, auch die Spätpubertierenden in ihrem Spielzimmer auf der Westkurve kokelten nur einmal kurz mitgebrachte Rauchwaren, die den bereitstehenden Polizei-Wasserwerfer nicht in Marsch setzten. So genoss auch RWE-Ikone Sascha Mölders, erschienen mit Vater und Nachwuchs, auf der Haupttribüne das Geschehen bis zur letzten Sekunde mit sichtlicher Freude.

Abstiegsangst, Seuchensaison – war da was? Das Fußballgeschäft ist schnelllebig und in Essen das Gefühlschaos von atemberaubender Halbwertszeit. Nur glückliche Gesichter, überall. Und in der oberen Etage wurden nach dem Finalsieg schon eifrig die Wunschzettel für die Glücksfee ausgefüllt. „Jetzt endlich mal die Bayern“, hofften einige. „Ne, lieber erst der VfL Bochum“, erwiderten andere. Wollten sagen: Ein „machbarer Gegner“ aus der zweiten Liga. Wer zu solchem Optimismus fähig ist? Nur der RWE!

Autor: Ralf Wilhelm

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