Die TSG Sprockhövel verlor am letzten Spieltag 0:3 gegen den SV Zweckel und verspielte damit nicht nur die Meisterschaft in der Oberliga Westfalen, sondern auch die Teilnahme am DFB-Pokal.

Sprockhövel

TSG verspielt Teilnahme am DFB-Pokal

Nicolas Westerhoolt
29. Mai 2016, 19:14 Uhr
Foto: Christoph Wojtyczka

Foto: Christoph Wojtyczka

Die TSG Sprockhövel verlor am letzten Spieltag 0:3 gegen den SV Zweckel und verspielte damit nicht nur die Meisterschaft in der Oberliga Westfalen, sondern auch die Teilnahme am DFB-Pokal.

Nach dem 0:3 seiner Mannschaft beim Schlusslicht aus Zweckel fand Andrius Balaika, Trainer der TSG Sprockhövel, deutliche Worte: „Das war von uns die mit Abstand schlechteste Leistung in dieser Saison.“ Besonders leid tat es ihm für die mitgereisten Zuschauer. 200 bis 250 Sprockhöveler unterstützten die Mannschaft in Gladbeck.

Dabei war alles bereitet für die TSG Sprochövel. Der Tabellenführer aus Siegen verlor gleichzeitig sein Spiel mit 0:2 bei der SpVg Erkenschwick. Mit einem einfachen 1:0-Sieg hätten die Sprockhöveler vorbeiziehen und die Meisterschaft gewinnen können. Und was noch viel wichtiger gewesen wäre: Sie hätten das Ticket gelöst für die Teilnahme am Entscheidungsspiel um den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals gegen die SF Lotte.

Besonders ärgert sich Balaika darüber, dass der SV Zweckel keine Gala-Leistung abrufen musste, um als Sieger vom Platz zu gehen. „Sie haben mit ganz einfachen Mitteln gegen uns gewonnen.“ Dabei hatte die erste Chance der Partie noch seinen Mannen gehört. Doch in der 4. Minute verhinderte Zweckels Torwart mit einer tollen Parade einen Rückstand.

„Besonders im Abwehrbereich haben wir kein Oberliganiveau erreicht“, ärgerte sich der Litauer. „Da macht man sich schon Gedanken und fragt sich, ob das alles so richtig war, was wir da gezeigt haben.“

So resultierte der Rückstand dann auch aus individuellen Fehlern, die die Zweckeler mit einem Doppelschlag zu einer 2:0-Führung ummünzten (19. und 23. Minute). „Diese Leistung ist mir absolut unverständlich“, sagte Balaika. Man habe deutlich gesehen, wie wichtig Kapitän und Abwehrchef Raoul Meister für das Team sei. Um nicht das Risiko eines längeren Ausfalls einzugehen, wurde der angeschlagene Meister am Sonntag nicht eingesetzt.

Nachdem die TSG in der zweiten Halbzeit auch noch das 0:3 schlucken musste, war das Spiel aus Balaikas Sicht aber noch nicht verloren. Für Nazzareno Ciccarelli ergab sich die Möglichkeit durch einen Foulelfmeter zu verkürzen – bei noch 20 ausstehenden Minuten. Es war bezeichnend für diesen gebrauchten Tag der Sprockhöveler, dass Ciccarelli vergab.
Bei aller Enttäuschung über Niederlage und Leistung wollte Balaika sich aber nicht komplett die Laune verderben lassen. „Insgesamt haben wir eine tolle Saison gespielt, die mit dem Aufstieg in die Regionalliga belohnt wurde.“ Ab 18.30 Uhr fuhr der TSG-Tross in einem großen LKW durch Sprockhövel und ließ sich für eine gelungene Spielzeit feiern.

Autor: Nicolas Westerhoolt

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