Der Einsatz von WSV-Sportdirektor Manuel Bölstler war die Überraschung des Niederrheinpokal-Finales.

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Vollmershausen erklärt Bölstlers Debüt

Tino Berges
29. Mai 2016, 11:46 Uhr
Foto: Tillmann

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Der Einsatz von WSV-Sportdirektor Manuel Bölstler war die Überraschung des Niederrheinpokal-Finales.

Trainer Stefan Vollmershausen stand jedoch auch nach dem Spiel zu seiner Entscheidung. Gegenüber der Presse nahm der WSV-Coach Stellung zum unerwarteten Debüt von Bölstler im WSV-Trikot. "Wir hatten unter der Woche die Ausfälle von [person=9943]Lukas Fedler[/person] und [person=2308]Dalibor Gataric[/person] zu beklagen, der noch am Anfang der Woche für die Sechserposition vorgesehen war", erklärte der 43-Jährige nach der Partie. "Wir hatten wieder einige junge Spieler auf dem Platz, viele auch in der Anfangsformation. Durch den Ausfall von Fedler ist [person=15312]Emre Bayrak[/person] auch noch in die Abwehrkette gerutscht."

Die Entscheidung pro Manuel Bölstler und gegen einen jungen Mann wie [person=15258]Patrick Nemec[/person], der die letzten Wochen noch regelmäßig zum Einsatz kam und eine ansprechende Saison vorzuweisen hat, erklärte Vollmershausen: "Patrick hat grundsätzlich eine gute Rückrunde gespielt, hat aber in den letzten beiden Wochen etwas geschwächelt. Der Manuel trainiert seit zwei Monaten wirklich regelmäßig mit und ist oft beim Elf-gegen-Elf-Spiel im Training dabei, wo man auch sagen muss, dass die im Training oft ein besserer Niveau haben als die Ligaspiele. Ich finde auch, dass er das mehr als ordentlich gemacht hat", ließ der Coach nach dem Spiel verlauten.

Die endgültige Entscheidung, dass der 33-jährige Sportdirektor des WSV auflaufen wird, fiel allerdings erst einen Tag vor der Partie. Auch Bölstler selbst äußerte sich nach dem Spiel zu seinem Debüt: "Mein Trikot ist gestern Nachmittag erst beflockt worden. Wir wollten nach der Verletzung von Dalibor (Gataric, Amn. d. Red.) unbedingt Erfahrung auf dem Platz haben. Gerade gegen einen Gegner wie Rot-Weiss Essen brauchten wir auf dem Feld einfach jemanden, der auch in der Lage ist zu coachen", begründete Bölstler seinen Einsatz in der Startelf.

Dass Bölstler die Fähigkeiten besitzt, eine Mannschaft zu coachen, hat er in dieser Saison bereits unter Beweis gestellt. In der Zeit als Stefan Vollmershausen seine Sperre absitzen musste, holte der WSV unter der Leitung des Sportdirektors vier Siege aus fünf Spielen. Die am Ende deutliche Niederlage konnte er auf dem Feld jedenfalls nicht verhindern, auch wenn dies sicherlich zu viel verlangt gewesen wäre. Dennoch wollte Vollmershausen weitere Einsätze Bölstlers erstmal nicht ausschließen: "Er ist seit Anfang der Saison für uns spielberechtigt und dies natürlich auch weiterhin. Die Gründe, weshalb er bis zu dieser Partie nicht zum Einsatz kam, sind abgegolten", stellte der Trainer klar.

Autor: Tino Berges

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