Die große Luft ist raus. Dennoch will der SV Fortuna Bottrop weiterhin um jeden Punkt kämpfen, so auch beim SC 26 Bocholt. Platz fünf dient den Rheinbaben als Ziel.

Fortuna Bottrop

Das Maximum im Visier

Birgitt Schuknecht
28. Mai 2016, 13:07 Uhr
Foto: Tim Müller

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Die große Luft ist raus. Dennoch will der SV Fortuna Bottrop weiterhin um jeden Punkt kämpfen, so auch beim SC 26 Bocholt. Platz fünf dient den Rheinbaben als Ziel.

Vor dem sonntäglichen Spiel beim SC 26 Bocholt (15 Uhr, Am Kaisergarten) ist die Stimmung beim SV Fortuna Bottrop prächtig. Das Abstiegsgespenst wurde aus eigener Kraft und Anstrengung vertrieben. Im Pokalfinale unterlag die Mannschaft von Marco Hoffmann denkbar knapp gegen den starken Landesligisten DJK Arminia Klosterhardt. Es folgte vor einer Woche der 4:0-Derbysieg gegen den VfB Bottrop. Und nun bietet sich die Gelegenheit, Boden in der Tabelle gutzumachen.

Sechs Punkte können die Fortunen noch holen, damit liegt nicht nur 08/29 Friedrichsfeld in Reichweite, sondern auch der SC 26. Mit dem fünften Tabellenplatz in der Bezirksliga würden sich die Bottroper gegenüber den Vorjahren verbessern. Sowohl im Aufstiegs- als auch im „verflixten“ zweiten Jahr stand Rang sechs in der Schlussbilanz. Das Selbstvertrauen, um auf der Zielgeraden noch zum Überholen anzusetzen, haben sie im April und Mai reichlich sammeln können.

„Sechs Spiele sind wir ungeschlagen, und in den letzten Partien wollen wir nichts abschenken“, meint denn auch Hoffmann. „Selbst wenn am Ende keine Plätze dabei herausspringen, darf und soll die Mannschaft ruhig den Ehrgeiz entwickeln, gegen SC 26 und Klosterhardt zumindest zu punkten, oder eines der Spiele sogar zu gewinnen.“

Ehrgeiz, aber keine Anspannung mehr, das ist die mentale Situation, in der sich Fortunas Erste laut Trainer momentan befindet. Hoffmann erzählt von toller Stimmung, von einem lockeren Training unter der Woche. „Wir konnten sogar einiges Fußballerisches einstudieren.“ Das aktuelle Erfolgserlebnis spielt bei dieser Gefühlslage naturgemäß eine Rolle. „Es war ein verdientes 4:0 im Derby, das wir nicht umjubelt, sondern sachlich analysiert haben.“

Die Fortuna wird also bestens gelaunt in den Bus nach Bocholt steigen. Rechtzeitig zum Spielbeginn sollen die Spieler aber die nötige Einstellung zur Aufgabe abrufen. „Es war eine harte Saison, aber wir können sie versöhnlich enden lassen, mit einer Erfolgsserie, mit einem guten Torverhältnis. Außerdem nimmt man diese Ergebnisse mit in die Pause: Ich werde schnell gegensteuern, wenn die Aufmerksamkeit schwinden sollte.“ Noch unentschieden ist Hoffmann bei einigen Fragen der Aufstellung. Scheidenden Spielern will der Trainer einen Abschied im Dress der Fortuna ermöglichen. Dennis Leidgebel beendet seine aktive Karriere, und Felix Schürmann wird den Verein wechseln. Aber es wird nicht nur Abschiede in den noch ausstehenden Begegnungen geben: Norman Hassenrück gehört nach langer Verletzungspause wieder zum Aufgebot.

Autor: Birgitt Schuknecht

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