Für Daniel Grebe war das letzte halbe Jahr wie gemalt: Er wechselte im Januar von Rot-Weiss Essen zum Wuppertaler SV und machte alles richtig.

RWE - WSV

Grebe freut sich auf "Hexenkessel Hafenstraße"

Krystian Wozniak
24. Mai 2016, 14:55 Uhr
Foto: Tillmann

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Für Daniel Grebe war das letzte halbe Jahr wie gemalt: Er wechselte im Januar von Rot-Weiss Essen zum Wuppertaler SV und machte alles richtig.

Der 29-Jährige blieb verletzungsfrei, stieg mit dem WSV in die Regionalliga auf und steht im Pokalfinale gegen seinen Ex-Klub aus Essen. Am 1. August beginnt der gebürtige Wuppertaler eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann und zieht mit seiner Familie aus Köln zurück in seine bergische Heimat. RevierSport sprach mit Grebe vor dem Westschlager an der Essener Hafenstraße.

Daniel Grebe, ist die Vorfreude bereits spürbar?
Auf jeden Fall! Wir freuen uns alle sehr. Auf dieses Spiel haben wir hingefiebert. Es ist nach dem Titelgewinn in der Oberliga das nächste Highlight. Das ganze Ambiente wird sehr spektakulär sein.

RWE wird kein echtes Heimspiel haben
Daniel Grebe

Wie haben Sie Ihre Zeit in Essen in Erinnerung?
Ich war nur 18 Monate dort, habe aber eigentlich alles miterlebt. Wir waren Herbstmeister und die Fans haben uns geliebt. Ich habe aber auch Pfiffe, Beleidigungen und einen Kabinensturm mitbekommen. In 18 Monaten Rot-Weiss Essen erlebt man schon eine Menge.

Müssen Sie die jungen Spieler auf die Atmosphäre vorbereiten?
Ich werde das eine oder andere Gespräche suchen. Für viele in unserer Mannschaft ist dieses Spiel das bisherige Karriere-Highlight. Im Stadion werden knapp 20.000 Leute sein, darunter 4.000 bis 5000 Wuppertaler. Einfach großartig! Die Hafensraße wird brennen, es wird ein Hexenkessel. Umso mehr freue ich mich, dass so viele Rot-Blaue nach Essen reisen. Wir werden nicht allein sein.

Wie wichtig sind die Fans in so einem Spiel? Die Konzentration ist so hoch, bekommt man die Atmosphäre überhaupt mit?
Natürlich! Und das Tolle ist doch, dass so viele Wuppertaler anreisen werden. RWE wird kein echtes Heimspiel haben. Unsere Jungs werden dagegenhalten und uns anpeitschen.

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Wer ist der Favorit in diesem Spiel?
Endspiel sind meistens fifty-fifty-Angelegenheiten. Hier sehe ich RWE aber ein wenig im Vorteil. Sie spielen im eigenen Stadion und die Mannschaft hat ein hohes Potential, welches sie unter Sven Demandt zuletzt abgerufen hat. Ich kenne die Jungs und weiß, wovon ich rede.

Nach RWE könnte der Gegner FC Bayern München lauten... Träumen Sie schon manchmal davon?
(lacht) Wünsche und Träume darf man haben. Natürlich wissen wir, was eine DFB-Pokalteilnahme bedeuten könnte. Aber wir müssen erst einmal dieses große Highlight erfolgreich bestreiten.

Sie wissen aber wie die Bayern schmecken...
Ja, das war 2010. Wir haben in der ersten Runde mit Germania Windeck gegen die Bayern gespielt. Ein geiles Erlebnis - trotz des 0:4. Das Spiel fand in Köln vor 47.000 Zuschauern statt.

Autor: Krystian Wozniak

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