Ilia Gruevs Plan für den Pfingstmontag? Der Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg möchte dann die Drittliga-Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und den Würzburger Kickers analysieren.

MSV Duisburg

RB Leipzig kommt mit einer Kampfansage

Dirk Retzlaff
14. Mai 2016, 08:58 Uhr
Foto: firo

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Ilia Gruevs Plan für den Pfingstmontag? Der Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg möchte dann die Drittliga-Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und den Würzburger Kickers analysieren.

Das macht indes nur Sinn, wenn der MSV den Krimi am Sonntag gegen RB Leipzig (15.30 Uhr, Schauinslandreisen-Arena/live in unserem Ticker) heil übersteht, also den Relegationsrang sichert. MSV-Präsident Ingo Wald weiß, dass das Fernduell mit dem FSV Frankfurt und dem SC Paderborn nichts für schwache Nerven sein wird. Wald: „Ich werde einfach froh sein, wenn Sonntag ist und ich wissen werde, woran wir sind.“

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An einen freien Pfingstmontag will Gruev gar nicht denken. Der MSV streckt sich nach dem Strohhalm Relegation, in der die Würzburger Kickers der Gegner wären. Der Coach erinnerte vor dem Spiel gegen Leipzig daran, dass diese letzte Chance alles andere als selbstverständlich ist: „Was die Mannschaftin den letzten Wochen geleistet hat, verdient Respekt. Wir waren schon abgeschrieben, sind aus dem tiefsten Keller herausgekommen und haben es nun selbst in der Hand.“

Das sieht auch Torwart Michael Ratajczak so: „Vor zwei Monaten sah alles noch ganz anders aus. Jetzt haben wir diese große Chance und wollen sie nutzen.“ Ratajczak will morgen zwischen den Pfosten stehen, er kämpft seit Tagen um seine Fitness. Der Riss des Syndesmosebandes könnte aber „Ratas“ Serie reißen lassen: Der Torwart ist der einzige Duisburger Spieler, der in dieser Saison jede Minute absolvierte. Heute soll die Entscheidung fallen. Wenn Ratajczak das Handtuch werfen muss, wird Marcel Lenz sein Saisondebüt feiern.

RB spielt auf Sieg

Will der MSV auf Nummer sicher gehen, benötigt er einen Dreier. Gegner RB Leipzig weiß im Gegensatz zu Gruev bereits, was am Montag auf dem Programm steht. Dann steigt in der Leipziger City die offizielle Aufstiegsfeier. Den Sprung in die Bundesliga haben die Sachsen zwar schon zelebriert, RB-Trainer Ralf Rangnick hielt unter der Woche trotzdem die Spannung hoch. Die Rasenballer wollen auch im letzten Spiel einen Dreier landen. „Wir wollen gut spielen und gewinnen, das sind wir uns selbst schuldig“, sagt der Trainer.

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Der Coach will ein Experiment starten. Er will testen, ob die Stürmer Yussuf Poulsen und Davie Selke als Duo harmonieren. Poulsen, der bei der Duisburger 2:4-Hinspielniederlage im Dezember zwei Treffer erzielte, macht den MSV-Fans wenig Hoffnung, dass es der künftige Bundesligist womöglich zu locker angehen lassen wird. Beim Konkurrenten SC Paderborn kämpfen nämlich mit Tim Sebastian und Niklas Hoheneder zwei Ex-Bullen gegen den Abstieg. „Viele Spieler in unserer Mannschaft schätzen die beiden sehr. Ich war mit ihnen hier auch befreundet“, will Poulsen für die Ex-Kollegen alles geben.

„Mannschaft ist gewachsen“

Alles geben – das gilt auch für den MSV Duisburg. „Wir werden bis zum Ende kämpfen“, verspricht Ilia Gruev, der davon überzeugt ist, dass seine Spieler nervenstark sind. Gruev: „Wir hatten in den letzten Wochen viele Spiele, die wir gewinnen mussten. Die Mannschaft konnte mit diesen Drucksituationen sehr gut umgehen. Sie ist in dieser schwierigen Situation gewachsen.“

Autor: Dirk Retzlaff

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