Die U19 von Borussia Dortmund möchte am kommenden Pfingstmontag die 1:2-Hinspielniederlage vom Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen 1860 München wettmachen.

BVB U19

"Lieber zur Pause zurückliegen als am Ende"

Marlon Irlbacher
13. Mai 2016, 20:07 Uhr
Foto: firo

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Die U19 von Borussia Dortmund möchte am kommenden Pfingstmontag die 1:2-Hinspielniederlage vom Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen 1860 München wettmachen.

Sichtlich betrübt und ein wenig ratlos fand sich Dortmunds U19-Shootingstar [person=30506]Felix Passlack[/person] nach dem Hinspiel gegen die Münchener Löwen in der Mixed Zone des Signal-Iduna Parks ein. „Es war sehr bitter. Die erste Halbzeit ist gespielt, die zweite wartet am Montag“, sagte er und fügte dann kämpferisch hinzu: „Da wollen wir es besser machen und den nötigen Druck ausüben. Ich liege lieber zur Pause zurück als am Ende.“

Passlack zeigte sich zunehmend selbstkritisch."Natürlich hätte ich gerne getroffen, aber im Rückspiel werden wir es besser machen." Schließlich war er es, der den BVB mit drei Hochkarätern auf die Siegerstraße hätte bringen müssen.

"Natürlich ist das Ergebnis ein kleiner Nachteil, aber es sind noch 90 Minuten zu spielen, und ich würde nie sagen, dass es vorbei ist. Wir haben noch alle Chancen“, gab sich BVB-Coach Hannes Wolf kämpferisch. In München wird auf die Jungs vom Borsigplatz eine sehr schwierige Aufgabe warten, zumal die Löwen robust und aggressiv auftraten und den Borussen im Rückspiel auch auf diese Weise wieder den Zahn ziehen wollen.

Löwentrainer Josef Steinberger sprach seiner Mannschaft für den Auftritt im Signal Iduna Park „ein riesiges Kompliment“ aus. „Am Anfang hatten sie etwas zu viel Respekt vor dem Gegner und der Kulisse. Aber die Jungs haben sich in die Partie reingebissen, 90 Minuten gefightet. Genau so wollen wir auch im Rückspiel auftreten."

Reimann ist gewarnt

Keine leichte Aufgabe also für den BVB, der "mit zwei Toren Unterschied" gewinnen will, erklärte Passlack. Bleibt abzuwarten, ob es den jungen Borussen gelingt, die Münchener noch einmal so einzuschnüren, wie man es zu Beginn des Hinspiels tat und mit einer kompakt stehenden Defensive Gegentore zu vermeiden. BVB-Schlussmann Dominik Reimann sollte zudem gewarnt sein, nicht all zu weit vor seinem Tor zu verharren, auch wenn Hinspieltorschütze Florian Neuhaus gesperrt nicht mit von der Partie sein wird.

Die spielerische Qualität der Münchener war durchaus beachtlich, wenn auch nicht überragend. Am Ende siegte die Steinberger Elf mit etwas Glück und gesunder Härte. Wenn es dem BVB gelingt, über die Bundesligastars Pulisic und Passlack wieder eine fließende Dynamik zu entwickeln, Larsen über die linke Außenbahn wie in der ersten Hälfte am Dienstag ins Spiel einzubinden und für Flankenläufe auf die Reise zu schicken, werden die BVB-Junioren reichlich Chancen kriegen, das Spiel für sich zu entscheiden.

Der Weg ins Finale ist ein harter, aber kein unmöglicher. Zur Pause hinten liegen ist schließlich kein Problem. Das weiß auch Passlack, der für das Rückspiel Tore versprach.

Autor: Marlon Irlbacher

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