Borussia Dortmund sichert sich Ousmane Dembélé von Stade Rennes für 15 Millionen Euro. Der 18-jährige Franzose wurde auch von Barcelona und Bayern München gejagt

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Mama steuert Dembélé zum BVB

Michael Ryberg
13. Mai 2016, 12:26 Uhr
Foto: dpa

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Borussia Dortmund sichert sich Ousmane Dembélé von Stade Rennes für 15 Millionen Euro. Der 18-jährige Franzose wurde auch von Barcelona und Bayern München gejagt

Er ist 18 Jahre alt, seit sechs Monaten Fußballprofi und verkörpert, was halb Europa ein „Supertalent“ nennt. Seine Statistik: Zwölf Tore und fünf Torvorlagen in 25 Spielen für Stade Rennes in der Ligue 1. „Ousmane Dembélé“, schwärmt der Ex-Bremer Mikael Silvestre, früher Star von Arsenal London und heute Sportlicher Berater in Rennes, „ist so talentiert wie Cristiano Ronaldo, als er zu Manchester United gewechselt ist.“ Sogar der FC Barcelona wollte den französischen Junioren-Nationalspieler für angeblich 35 Millionen Euro haben. Dembélé aber wechselt lieber zu Borussia Dortmund. Ablöse: knapp 15 Millionen Euro. Aber warum Dortmund?

„Der BVB hat sich sehr früh um mich bemüht, immer engen Kontakt zu mir gehalten – dieses Verhalten hat mir wirklich imponiert“, erklärt Dembélé, warum er beim BVB einen Vertrag bis 2021 unterschrieben hat. Es gibt einen weiteren Grund: seine Mama.

Ousmane Dembélé ist so talentiert wie Cristiano Ronaldo, als er zu Manchester United gewechselt ist
Ex-Profi Mikael Silvestre, Sportlicher Berater in Rennes

Fatimata Dembélé, die mit dem malischen Rechtsanwalt und Ex-Nationalspieler Badou Sambagué die Karriere ihres Sohnes steuert, hat ihm offenbar überzeugend die Bundesliga und Borussia Dortmund empfohlen. „Alle große Vereine waren an ihm dran“, so Sambagué gegenüber dem Daily Star, „am Ende entscheidet die Mutter, wie der nächste Schritt aussieht – sie hat die Zügel in der Hand.“

Eine große Rolle dürften Sportdirektor Michael Zorc und seine guten Drähte nach Frankreich gespielt haben. Vermutlich ist Dortmund im Vergleich zu Barcelona oder zur Premier League die bessere Adresse, um sich als junger Fußballer zu entwickeln. Siehe [person=12384]Pierre-Emerick Aubameyang[/person]. Den Gabuner vom AS St. Etienne kannten bei seinem Wechsel 2013 nur Fachleute. In Dortmund wuchs der Torjäger zu einem der gefragtesten Spieler weltweit heran.

Mehr Gehalt hätte es sicherlich in der Premier League gegeben. Leicester Citys Meistermacher Claudio Ranieri hatte sich telefonisch um den Franzosen bemüht und bekam eine freundliche Absage. Mama Dembélé hatte da schon entschieden. Dem Trikot-Ausrüster gefiel das sehr: Puma rüstet beide Klubs aus, Stade Rennes und Borussia Dortmund. Jetzt bleibt der Jungstar in der Familie.

Dembélé feiert am Pfingstsonntag seinen 19. Geburtstag. Er hat eine große Perspektive. Er spielt vor allem auf Rechtsaußen, aber kann auf allen Positionen im Angriff eingesetzt werden. Seinen ersten Hattrick erzielte er am 6. März beim 4:1 über FC Nantes. Beobachter des FC Barcelona und von Bayern saßen an jenem Sonntag auf der Tribüne im Roazhon Park.

Uefa nennt ihn ein Wunderkind

Auf der Internetseite der Uefa wurde Dembélé als „Europas Wunderkind“ gepriesen. Im weltweit erscheinenden Fußballmagazin „World Soccer“ zählt der Teenager aktuell zu den 100 begehrtesten Fußballern.

Autor: Michael Ryberg

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