Einen wichtigen Fortschritt hat der Dienstag für Borussia Dortmund gebracht:

Dembélé statt Götze

So plant der BVB seine Zukunft

Sebastian Weßling
11. Mai 2016, 08:00 Uhr
Foto: firo

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Einen wichtigen Fortschritt hat der Dienstag für Borussia Dortmund gebracht:

Nach der Entscheidung im Fall Mats Hummels hat man ein großes Stück Planungssicherheit – und 35 Millionen Euro, die man in den Kader investieren kann. Ein Teil davon soll für Ousmane Dembélé ausgegeben werden, einen 18-jährigen Offensivspieler vom französischen Erstligisten Stade Rennes. Dort ist Dembélé unumstrittener Stammspieler, obwohl er erst seit November 2015 auf Profi-Level spielt. Der U21-Nationalspieler Frankreichs paart eine herausragende Technik mit hohem Tempo und Torgefahr: In 25 Saisonspielen hat er zwölf Treffer gemacht und fünf weitere vorbereitet.

„Ein außergewöhnlich talentierter Spieler“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Sonntag im Gespräch mit dieser Zeitung. Allerdings liegen die Vereine bei der Ablöse noch ein gutes Stück auseinander. Bis zu 35 Millionen Euro soll Rennes fordern; 15 Millionen soll der BVB geboten haben. Die Wahrheit wird in der Mitte liegen und die Dimension erreichen, die Dortmund für eine Rückkehr von Mario Götze vom FC Bayern zu bezahlen hätte. Bei der Verhandlung über Mats Hummels wurde nicht über Götze geredet. Der Vorteil des 18-jährigen Dembélé: Er ist flexibler als Götze, von dem es bisher hieß, er sei der Wunschspieler bei Dortmund. Dembélé, der meist als Rechtsaußen aufläuft, kann auf der linken Seite, im offensiven Mittelfeld und als Mittelstürmer spielen.

Toprak soll eine Ausstiegsklausel haben
In der Abwehr hat sich der BVB auf Leverkusens Ömer Toprak als Hummels-Nachfolger festgelegt. Der 26-Jährige hat dem „kicker“ zufolge eine Ausstiegsklausel über zwölf Millionen Euro in seinem Vertrag – die aber erst 2017 greift. Dies könnte Leverkusen dazu verleiten, schon in diesem Sommer über einen Verkauf zu einer höheren Summe nachzudenken. Allerdings will Dortmund den türkischen Nationalspieler nicht um jeden Preis zur kommenden Saison holen – zumal der bereits feststehende Neuzugang Mikel Merino (19) zwar gelernter Mittelfeldspieler ist, aber auch in der Abwehr eingeplant ist.

Autor: Sebastian Weßling

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