Dass es nicht leicht fallen würde, die erfolgreiche Mannschaft dieser Regionalliga-Spielzeit beisammen zu halten, war wohl allen Verantwortlichen der wahrlich nicht auf Rosen gebetteten SG Wattenscheid 09 klar.

Wattenscheid 09

Ultimatum für die Stammspieler

Michael Eckhardt
11. Mai 2016, 09:07 Uhr
Foto: Frank Gröner

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Dass es nicht leicht fallen würde, die erfolgreiche Mannschaft dieser Regionalliga-Spielzeit beisammen zu halten, war wohl allen Verantwortlichen der wahrlich nicht auf Rosen gebetteten SG Wattenscheid 09 klar.

Seit vielen Wochen hat Hartmut Fahnenstich dennoch gebetsmühlenartig Optimismus verbreitet in dieser Angelegenheit und immer wieder vertröstet. Aber nun gibt’s den harten Cut. „Bis Freitag müssen sich die Spieler, mit denen wir gerne verlängern würden, entschieden haben. Danach werden wir unsere Angebote, die wir teilweise bereits vor sechs Wochen unterbreitet haben, zurückziehen“, sagte Fahnenstich, der im Vorstand der SG 09 für die sportlichen Belange zuständig ist.

Eine Ausnahme gibt es allerdings auch. Torhüter Edin Sancaktar hat um ein paar Tage Aufschub gebeten, weil sein Berater erst in der kommenden Woche zur Verfügung stehen wird. Ansonsten aber sollten sich alle Stammspieler bis zum Wochenende klar und deutlich über ihre Zukunft äußern. Nachverhandeln, so der 09-Manager, wolle man nicht, zumal man sich bereits „ein bisschen gestreckt“ habe, was die finanzielle Seite betrifft. Der Kreis der Spieler, um die es neben Sancaktar hauptsächlich geht, ist bekannt. Christopher Braun, Jan-Steffen Meier, Necirwan Mohammad, Nico Buckmaier, Eren Taskin, Koray Kacinoglu, Sascha Tobor, Felix Clever, Güngör Kaya und Manuel Glowacz bildeten neben Adrian Schneider, der nach Trier wechselt, und Mario Klinger, dem künftigen Krayer, den Stamm der Wattenscheider Mannschaft, die von einem Abstiegskandidaten zu einem Spitzenteam mutiert ist. Dass damit auch die Attraktivität der Spieler gestiegen ist, mag man nun als Kehrseite der Medaille betrachten. Dennoch ist Fahnenstich davon überzeugt, „70 bis 80 Prozent halten“ zu können - „dann hätten wir einen guten Kern“.

Sollte dies in den nächsten Tagen geschehen, wäre damit auch Farat Toku geholfen. „Man will als Trainer natürlich nicht immer wieder bei Null anfangen“, sagte Toku, dem auch schwant, dass der aktuelle Erfolg ohne die entsprechenden Voraussetzungen nicht beliebig wiederholbar sein wird. Außerdem würde es Toku begrüßen, vor dem Pokalfinale in Ahlen, wo es immerhin um den Einzug in die Hauptrunde geht, einigermaßen „Ruhe zu haben“ an der Personal- und Transferfront.
Dass es inzwischen etliche Interessenten mit Regionalliga-Background gibt, die für die SG 09 spielen wollen, freut Hartmut Fahnenstich, der glaubt, dass auch die jetzige Mannschaft „frisches Blut braucht, denn einige haben über ihre Verhältnisse gespielt“.

Autor: Michael Eckhardt

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