Mit seinen Saisontreffern 21 und 22 stürmte Simon Terodde am Sonntagnachmittag an die Spitze der Torjägerliste. Nicht erst seitdem weckt der Bochumer Angreifer Begehrlichkeiten.

VfL Bochum

Terodde-Verkauf nur im äußersten Notfall

10. Mai 2016, 10:27 Uhr
Foto: firo

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Mit seinen Saisontreffern 21 und 22 stürmte Simon Terodde am Sonntagnachmittag an die Spitze der Torjägerliste. Nicht erst seitdem weckt der Bochumer Angreifer Begehrlichkeiten.

Zum Jubeln war dem 28-jährigen Stürmer nach dem Schlusspfiff nicht zumute. Denn neben zwei regulären Treffern, fünf Torschüssen und drei Torschussvorlagen gingen auch zwei verschossene Elfmeter in die Spielstatistik ein.

Beim Stand von 2:2 scheiterte er am Torwart und in der Schlussminute setzte er den zweiten Strafstoß über die Latte. So etwas darf eigentlich nicht passieren. Natürlich gab es keinen Vorwurf der Teamkollegen, die Bochums Knipser vom Dienst sogar drängten, den Ball auf den Punkt zu legen, um sich so vielleicht schon vorentscheidend in der Torschützenliste von Freiburgs Nils Petersen absetzen zu können. Doch die Last war an diesem Nachmittag offensichtlich zu groß. Andererseits zeigte es aber auch, wie sehr der Klub von der Treffsicherheit seines Torschützen vom Dienst abhängig ist. Nicht einer drängte sich vor der Ausführung des zweiten Strafstoßes dazwischen, damit liegt die Verantwortung zurzeit ausnahmslos bei Simon Terodde.

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Und wo dessen Zukunft liegt, steht derzeit in den Sternen. Die Fakten: Terodde besitzt einen gültigen Vertrag bis zum 30. Juli 2017. Ein Angebot in Höhe von circa 1,5 Millionen Euro vom FC Brügge lehnte der VfL in der Winterpause bereits ab. Der Spieler dagegen hat seinen Berater gewechselt und wird mittlerweile von einer großen Agentur beraten. Es sickerte durch, dass auf dem englischen Markt offensichtlich großes Interesse besteht.

Doch Terodde in Bochum loszueisen, dürfte auch für die Briten ein teures Unterfangen werden. Will der VfL ernsthaft seine Bemühungen in Richtung Aufstieg vorantreiben, dann verbietet sich sein Verkauf eigentlich. Es sei denn, die Summe wäre so hoch, dass sich der VfL nach einem äquivalenten Ersatz umschauen kann. Ein schwieriges, fast unmögliches Unterfangen. Und deshalb ist es nicht auszuschließen, dass der VfL auf die Erfüllung des Vertrags pocht. Selbst mit dem Risiko verbunden, dass man ihn ein Jahr später ablösefrei ziehen lassen muss. Terodde hat sich davon in den letzten Wochen nicht irritieren lassen und Leistung gezeigt. Daran ändern auch die beiden Fahrkarten gegen Braunschweig nichts.

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