Die SG Schönebeck will weiter intensiv auf der Nachwuchs-Schiene fahren. Der jüngste Beweis ist die neue U15-Nationalspielerin des Clubs: Sofia Nati ist Teil des Teams von DFB-Coach Ralf Peter. Ihre Premiere feierte sie unter der Woche beim aktuell vom 12. bis 17. August laufenden Vier-Nationen-Turnier im Spiel gegen Dänemark (3:0), als sie in der 52. Minute eingewechselt wurde.

SG Schönebeck: Stürmerin feierte ihre Premiere in der U15-Auswahl des DFB

Nationalspielerin Sofia Nati wurde last-minute eingebürgert

og
16. August 2007, 18:06 Uhr

Die SG Schönebeck will weiter intensiv auf der Nachwuchs-Schiene fahren. Der jüngste Beweis ist die neue U15-Nationalspielerin des Clubs: Sofia Nati ist Teil des Teams von DFB-Coach Ralf Peter. Ihre Premiere feierte sie unter der Woche beim aktuell vom 12. bis 17. August laufenden Vier-Nationen-Turnier im Spiel gegen Dänemark (3:0), als sie in der 52. Minute eingewechselt wurde.

Am gestrigen Mittwoch lief das zweite Duell in Recklinghausen gegen Irland (nach Redaktionsschluss dieser Seite), am Freitag folgt noch die Auseinandersetzung mit Russland (11.45 Uhr, Hamm).

Alles war gewissermaßen eine Last-Minute-Angelegenheit. "Ich habe jetzt die deutsche Staatsbürgerschaft", erklärt die 14-Jährige, die eigentlich gebürtige Griechin ist. Der Verein schaltete sich ein, auch der DFB, plötzlich wiehert ein Amtsschimmel bei der Vergabe der neuen Staatsbürgerschaft auch einmal schneller und lauter.

"Das ist jetzt meine erste Saison in Schönebeck", leuchten die Augen von Nati, die aus Oberhausen kommt. Der Heimatverein ist Arminia Klosterhardt, wo beispielsweise auch Carina Chojnacki herkommt. "Fußball spiele ich seit meinem vierten Lebensjahr", entsinnt sich Nati, die in Oberhausen die neunte Klasse der Theodor Heuss-Realschule besucht. "Mein Vater war Trainer, nahm mich immer mit. Irgendwann war es mir einfach zu langweilig, nur zuschauen zu müssen", grinst Nati.

Der große Bruder Georgios (17) spielte immer, so dass genug Anschauungsmaterial da ist. Vater Anastasios Natis stolz: "Sie hat einfach ungemein Spaß an der Sache." Davon überzeugte sich auch die SGS, die Nati nach dem Probetraining gar nicht mehr weg ließ. Der Vater: "Abends muss ich ihr schon immer den Ball wegnehmen, sonst wäre nie Ruhe." Wenn der Papa davon erzählt, nickt Mutter Konstantina Polichronidou, ähnlich stolz, wissend. Bei der SGS ist Nati Teil der C1-Mannschaft der Jungs. Andreas Kuhn: "Und die Kerle hat sie alle bereits in den Sack gesteckt."

Übersetzt: Nicht nur ihre Leistung überzeugte die Jungs, sondern erst recht der Charme. Kuhn: "Ein paar tragen ihr sogar die Bälle nach." Auch eine Art von "Team-Building".
Die nächsten Termine, die sich Nati merken muss: 17. - 19. Oktober (Sichtungslehrgang Jg. 93 und Jg. 92 in Hennef), 28. Oktober - 3. November 2007 (deutsch-französisches Mädchenlager in Deutschland), 7. - 9. November (Kaderlehrgang Jg. 93, Hennef), 9. - 12. Dezember (Sichtungslehrgang Jg. 93, Duisburg).

Fußball und nochmals Fußball, das riesige Talent ist vom Virus befallen. "Das ist das, was ich am liebsten mache", bestätigt die Stürmerin willig. In zwei Jahren steht die mittlere Reife an, dann wird überlegt, ob das Abitur nachgeschoben wird. "Vielleicht will ich später einmal Sportlehrerin werden. Aber genaues weiß ich noch nicht." Wo das Tor steht, das ist ihr nur allzu gut bekannt.

Autor: og

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