Mit dem 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen den FC Augsburg hat der FC Schalke das Rennen um Platz vier schon verloren.

FC Schalke 04

Die Champions League ist futsch

07. Mai 2016, 17:44 Uhr
Foto: firo

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Mit dem 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen den FC Augsburg hat der FC Schalke das Rennen um Platz vier schon verloren.

[person=1770]Klaas-Jan Huntelaar[/person] sorgte nach 82 Minuten für die Führung, [person=2743]Daniel Baier[/person] zerstörte die Schalker Hoffnungen auf einen Big Point allerdings mit seinem Ausgleich sieben Minuten später. Für Schalke geht es jetzt nur noch um Platz fünf, denn Borussia Mönchengladbach gewann mit 2:1 gegen Leverkusen und ist aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht mehr einzuholen.

Nach gut 20 Minuten waren auf dem Videowürfel die Zwischenstände der Partien zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund sowie Mönchengladbach gegen Bayer Leverkusen eingeblendet worden. Lauter Jubel brandete auf, denn sowohl der Erzrivale BVB als auch der direkte Konkurrent um den Champions-League-Qualifikationsplatz lagen mit 0:1 zurück. Dann fiel den königsblauen Fans aber ein, dass ihre eigene Mannschaft noch in der Bringschuld war: „Auf geht’s Schalke schießt ein Tor“, lautete die Forderung. Sie sollte sich erst spät erfüllen.

Klar feldüberlegen, aber nicht zwingend genug hatte Schalke die vom Abstieg bedrohten Bayern 80 Minuten lang bespielt. [person=1653]Joel Matip[/person] scheiterte aus kurzer Distanz an FCA-Torwart [person=2538]Marwin Hitz[/person] (15.), weitere Gelegenheiten vergab der fleißige [person=8906]Max Meyer[/person] (28., 30.). Huntelaar hatte mit einem Freistoß aus 25 Metern die beste Möglichkeit im ersten Durchgang besessen, aber nur den Außenpfosten getroffen (37.), [person=5697]Sead Kolasinac[/person] eine weitere Torchance recht kläglich vergeben (41.).

72 Prozent Ballbesitz, aber kein Ertrag
Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild. Augsburg stand extrem tief, einen seltenen Konter schloss [person=32276]Alfred Finnbogason[/person] aus 20 Metern ab, sein satter Rechtsschuss strich aber knapp am Pfosten vorbei. Schalke fand in der massierten Defensive des FCA kaum mal eine Lücke – und wenn, trafen die frenetisch angefeuerten Gelsenkirchener oft die falsche Entscheidung. So wie [person=6416]Leon Goretzka[/person], der sich gegen Hitz abdrängen ließ und aus spitzem Winkel keinen Abnehmer mehr fand (65.). Zu diesem Zeitpunkt wies die Statistik bereits 72 Prozent Ballbesitz für Schalke aus.

Schließlich brachte Schalke-Trainer André Breitenreiter Alessandro Schöpf (76.) und stellte auf ein 4-4-2 um. Prompt wurde es gefährlich, allerdings nach der neunten Schalker Ecke: Den Kopfball von Roman Neustädter entschärfte Hitz mit einem tollen Reflex (78.). Der ebenfalls eingewechselte Junior Caicara bereitete dann das 1:0 von Huntelaar vor (82.). Doch die Hoffnungen auf drei Punkte hielten nur sieben Minuten, dann schlug Baier zu – und nach dem 1:1 und der verpassten Chance auf die Champions League kamen sogar leichte Pfiffe auf. Ein letzter Befreiungsschlag für den wackelnden Trainer Breitenreiter blieb also aus.

Der Wirbel um Gästetrainer Markus Weinzierl hatte sich unmittelbar vor dem Spiel übrigens wieder etwas gelegt, weil andere Themen das Geschehen bestimmten: Vor dem Spiel hatte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies die Vertragsverlängerung mit Hauptsponsor Gazprom verkündet. Dabei war Tönnies aber von großen Teilen des Arena-Publikums ausgepfiffen worden.

Sehr freundlich wurde hingegen der scheidende Sportvorstand Horst Heldt verabschiedet. Dieser bedankte sich mit knappen, aber treffenden Worten bei den Fans: „Es war ein Ehre, für diesen Verein arbeiten zu dürfen. Glück auf!“ Das letzte Heimspiel war es auch für Marco Höger (wechselt zum 1. FC Köln) und Joel Matip. Der Innenverteidiger, der ab der neuen Saison das Trikot des FC Liverpool trägt, wurde mit den größten Ovationen bedacht. „16 Jahre alles für Schalke gegeben – danke, Jimmy!“, war auf einem großen Transparent in der Nordkurve zu lesen. Auf den Rängen wurde aber auch gegen die Montagsspiele in der DFL protestiert – und gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden Tönnies.

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