Der Abschied von Sportvorstand Horst Heldt rückte vor dem Schalke-Spiel gegen Augsburg in den Hintergrund. Grund: Vereinsboss Clemens Tönnies redete.

FC Schalke 04

Pfiffe gegen Tönnies stören Heldt-Abschied

Andreas Ernst
07. Mai 2016, 16:06 Uhr
Foto: firo

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Der Abschied von Sportvorstand Horst Heldt rückte vor dem Schalke-Spiel gegen Augsburg in den Hintergrund. Grund: Vereinsboss Clemens Tönnies redete.

Plakate, Pfiffe, "Tönnies-raus"-Rufe: Vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels gegen den FC Augsburg rückten zwei wichtige Nachrichten für den FC Schalke 04 in den Hintergrund. Teile der Verabschiedung von Noch-Sportvorstand Horst Heldt gingen in einem Pfeifkonzert vieler S04-Fans unter - und auch für die Nachricht, dass Gazprom bis 2022 Schalkes Hauptsponsor bleibt, bekam Tönnies nicht so viel Applaus, wie von ihm erhofft.

Schon als Tönnies um kurz nach 15 Uhr den Rasen betreten hatte, konnte er ahnen, dass der Auftritt nicht leicht werden würde. Drei Plakate empfingen den mächtigen Aufsichtsratsvorsitzenden, der sich am 26. Juni der Wiederwahl stellen muss.

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[*]"Wenn solche Leute am Ruder sind, machen wir uns sehr große Sorgen um Schalke 04!"
[*]"26.6. den Zirkus beenden - Tönnies abwählen!"
[*]"MV 2016: Höchste Zeit für Veränderungen!"
[/list]

Die Buchstaben "C" und "T" waren jeweils rot markiert.

Erst als Horst Heldt, dessen Verabschiedung lange in den Pfiffen gegen Tönnies unterging, das Mikrofon ergriff, wurde es etwas ruhiger in der Arena. "Es war eine Ehre, für diesen Verein arbeiten zu dürfen", sagte Heldt ergriffen. Dafür bekam er anerkennenden Beifall. Zwischen Pfiffen und Applaus - das geht auf Schalke schnell. Daran wird sich Heldt nach sechs Jahren besonders häufig erinnern.

Autor: Andreas Ernst

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