Timo Wnuk und Andre Seifert haben zusammen über 80 Tore in der A-Kreisliga geschossen. Jetzt winkt für die Torjäger der Aufstieg in die Bezirksliga.

KL A1 Bochum

Eiskaltes Phönix-Duo jagt die 100er Marke

Maximilian Daum
03. Mai 2016, 16:28 Uhr
Foto: Klaus Pollkläsener

Foto: Klaus Pollkläsener

Timo Wnuk und Andre Seifert haben zusammen über 80 Tore in der A-Kreisliga geschossen. Jetzt winkt für die Torjäger der Aufstieg in die Bezirksliga.

In der Bochumer A-Kreisliga lehren sie Verteidigern das Fürchten. Für ihren Trainer Marcus Himmerich sind sie unverzichtbar. Die Rede ist von Timo Wnuk und Andre Seifert. Über die Hälfte aller Tore des Aufstiegsaspiranten Phönix Bochum, der mit 152 Toren mit großem Abstand die beste Offensive stellt, gehen auf das Konto des kongenialen Duos. Von Torbeteiligungen ganz abgesehen.

Vier Spieltage vor Saisonende stehen die Bochumer auch dank der Tore ihres treffsicheren Duos vor dem Aufstieg in die Bezirksliga, der im letzten Jahr noch knapp verpasst worden war. Für Himmerich auch ein großer Verdienst von Wnuk und Seifert. "Nach vorne sind die Jungs diese Saison einfach richtig gut drauf. Andre kannte ich ja bereits schon aus der gemeinsamen Zeit beim TuS Hordel in der Westfalenliga. Er ist nicht nur sicher im Abschluss, sondern auch ein herausragender Mannschaftsspieler, der viele Vorlagen gibt. Timo, der in der Jugend bei Rot-Weiss Essen ausgebildet wurde, lebt hingegen von seiner unglaublichen Schnelligkeit", erklärt der Trainer.

"Wir haben uns in der Winterpause trotz sieben Punkten Rückstand auf den Tabellenführer als Ziel gesetzt, kein Spiel mehr zu verlieren. Dass die Mannschaft das so umsetzt, macht mich stolz", erklärt Himmerich. Sollten die beiden Torjäger weiter wie am Fließband treffen, dürfte für Phönix Bochum der Traum vom Aufstieg bald Realität werden.

Auch die Mitspieler sind von der Chemie des Sturmduos angetan. "Sie meinen, dass wir uns blind verstehen. Und ganz Unrecht haben sie damit nicht", berichtet Wnuk, der mit 47 Toren die Torjägerliste anführt. "Auf ihn ist einfach immer Verlass, ich kann ihn beruhigt anspielen und weiß, dass er das Richtige tut", erklärt Sturmkollege Seifert.

Für die verbleibenden Spieltage haben sich Wnuk und Seifert fest vorgenommen, die wohl noch unerreichte Marke von 100 Toren zu knacken. "Wir haben schon länger mit den Mitspielern darüber gescherzt, aber es ist nicht unwahrscheinlich", sagt Seifert.

Besonders Wnuk zeigt sich gegenüber RevierSport ambitioniert. "Die 47 Tore sind bis jetzt mein persönlicher Rekord. Das habe ich auch meinem Trainer zu verdanken, der mich seit dieser Saison auf dem linken Flügel aufstellt. Momentan habe ich einfach einen Lauf. Bisher war ich noch nie so nah an den 50 Toren. Deshalb will ich diese Marke unbedingt erreichen und den Rekord so weit wie möglich ausbauen, damit er so lange wie möglich Bestand hat", erklärt Wnuk.

Beide Goalgetter haben auch im Profifußball ihre Vorbilder, welche sie inspirieren. Ist es für den eingefleischten BVB-Fan Seifert beispielsweise die Spielweise eines Marco Reus, begeistern Wnuk besonders die Pässe eines Andres Iniesta und die Kaltschnäuzigkeit eines
Luis Suarez. "Wenn mir ein Pass gelingt, vergleiche ich mich auch gerne mit Iniesta", schmunzelt Wnuk.

Noch am vergangenen Wochenende steuerte er vier und Seifert einen Treffer zum 6:0-Sieg gegen Altenbochum bei. Bei einem aus Bochumer Sicht stemmbaren Restprogramm dürfte am Ende der Saison also nicht nur der Aufstieg in die Bezirksliga, sondern auch ein Rekord für die Geschichtsbücher der westfälischen Kreisligen zu bewundern sein.

Autor: Maximilian Daum

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