Der Oberliga Niederrhein droht am kommenden Wochenende das

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Am Wochenende droht das "Darmstadt-Syndrom"

Florian Fischer
03. Mai 2016, 15:13 Uhr

Der Oberliga Niederrhein droht am kommenden Wochenende das "Darmstadt-Syndrom". Aufgrund des Pfingstwochenendes werden alle erhaltenen Gelbsperren wegfallen.

Insgesamt 42 Spieler sind von einer Gelbsperre bedroht. Da eine Sperre nach einem Spiel oder mindestens zehn Tagen Pause aufgehoben wird, ist damit zu rechnen, dass einige Spieler sich die entscheidende Gelbe Karte abholen werden. Besonders abstiegsbedrohte Teams wie der SV Hönnepel- Niedermörmter (vier Spieler vorbelastet), der ETB Schwarz-Weiß Essen (fünf) oder auch der 1. FC Mönchengladbach (sechs) können von dieser Regelung profitieren - und ein "Gelbfieber" auslösen.

Folgenden Spielern droht die fünfte Gelbe Karte:
Antonio Munoz-Bonilla, Bas Reekers (beide 1.FC Bocholt)
Alexandros Armen, Oguz Ayan, Said Daftari, Pascal Schellhamer, Frederik Verlinden (alle 1.FC Mönchengladbach)
Erkan Ari, Christov Kostikidis, Sebastian Michalsky, Stefan Siepmann (alle ETB SW Essen)
Florian Abel, Kris Thackray (beide KFC Uerdingen)
Philipp Kenan Dünnwald, Ahmet Engin (beide MSV Duisburg U23)
Sinan Özkara (RW Oberhausen U23)
Lennart Ingmann (SC Kapellen-Erft)
Daniel Boldt, Jonas Rölver, Tim Seidel, Mike Welter (alle SV Hönnepel-Niedermörmter)
Denis Dluhosch, Soufian Rami, Kai von der Gathen, Berkay Öz (alle Spvg Schonnebeck)
Jan Paul Staschik, Lukas van den Bergh (beide TSV Meerbusch)
Kevin Corvers, Maik Goralski, Damiano Schirru (alle TV Jahn Dinslaken)
Robin Böhm, Daniel Müller (beide TV Kalkum-Wittlaer)
Yannic Intven (TuRU Düsseldorf)
Justin Härtel (VfB 03 Hilden)
Alexander Lipinski, Jan Siebe (beide VfR Krefeld-Fischeln)
Len Oliver Heinson (Wuppertaler SV)

Folgenden Spielern droht die zehnte Gelbe Karte:
Justin Klein (1.FC Mönchengladbach)
Kevin Müller (ETB SW Essen)
Fabio Fahrian (KFC Uerdingen)
Kevin Kolberg (TV Jahn Dinslaken)

Folgendem Spieler droht die 20. Gelbe Karte:
Georgios Ketsatis (Spvg Schonnebeck)

Georgios Ketsatis von der Spvg Schonnebeck droht mittlerweile sogar schon die 20. Gelbe Karte. Die Schuld sucht der Linksverteidiger aber nicht bei sich. "In erster Linie sind natürlich die Schiedsrichter schuld", betont Ketsatis lachend. Dann erklärt er: "Ich habe nicht viele Karten wegen Meckerns bekommen. Da wir ein 3-5-2 System spielen, ist die Seite hinten nicht immer voll besetzt. Da muss ich dann ab und zu schon mal zu einem taktischen Foul greifen. Dies tue ich aber gerne für die Mannschaft."

Nach RS-Informationen müsste Ketsatis eigentlich schon im kommenden Spiel bei TuRU Düsseldorf aussetzen. Allerdings wurde eine Gelbe Karte im Spiel gegen den KFC Uerdingen nicht bei ihm sondern bei seinem Teamkollegen Steffen Peschka eingetragen. Ketsatis erzählt: "Diesen Fehler nehme ich natürlich gerne in Kauf. Jetzt darf ich ein Spiel mehr bestreiten. Aber natürlich habe ich mich schon bei Steffen dafür bedankt."

Am kommenden Spieltag könnte es dann aber soweit sein mit der 20. Gelben Karte. Ketsatis nimmt es aber mit Humor: "Ich hoffe ich kann meinen komfortablen Vorsprung verteidigen. Vielleicht kann ich ihn ja sogar ausbauen, und am Ende den "Titel" holen."

Sein Trainer Dirk Tönnies ist ein echter Sportsmann. Er wird den Linksfuß vor dem Duell um Platz drei in der Tabelle bei TuRU Düsseldorf (SO, 15 Uhr, Stadion Feuerbachstraße) ganz sicher nicht darauf hinweisen: "Da es bei uns um nichts mehr geht, werde ich mich damit nicht so befassen." Ungelegen käme es dem Linienchef aber sicher auch nicht.

Die Mannschaften im Abstiegskampf kann er jedoch verstehen. Tönnies erklärt: "Für die Teams geht es um jeden Punkt. Da kann ich es schon verstehen, wenn Spieler sich in der 80. Minute noch die Gelbe Karte abholen. Die Regel ist so ausgelegt, da ist das doch legitim. Allerdings ist auch immer ein gewisses Risiko dabei."

Autor: Florian Fischer

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