Als ehemaliger Torjäger verzweifelte Mike Terranova an der Seitenlinie förmlich.

RWO II

"Terra" verzweifelt beim 0:0 gegen Meerbusch

Ralf Bögeholz
01. Mai 2016, 18:36 Uhr
Foto: Ketzer

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Als ehemaliger Torjäger verzweifelte Mike Terranova an der Seitenlinie förmlich.

Nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen zeigte die U23 von RWO eine gute Oberliga-Partie, doch auch gegen den TSV Meerbusch sprang beim 0:0 trotz vieler klarer Chancen kein Sieg heraus.

Während der Trainer mit der mangelnden Cleverness und wohl auch Erfahrung seiner Schützlinge haderte, ärgerte sich Bernad Gllogjani nach der Partie. „Uns fehlt auch manchmal das Quäntchen Glück“, fand der Stürmer, der für Boran Sezen in der Angriffsmitte begann und durchaus für Betrieb sorgte. Ohne den gesperrten Manuel Schiebener und Unterstützung aus dem Regionalliga-Kader hatte Terranova eine äußerst junge Mannschaft auf den Platz geschickt.

Die erste große Oberhausener Chance ging von Gllogjani aus. Doch Nils Hermsen scheiterte an Gästekeeper Elvedin Kaltak, der auch den Nachschuss von Nico Kuipers parierte. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams weitgehend, doch kurz vor der Pause dann gleich drei beste Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Marvin Lorch nach feinem Pass von Mirac Bayram, danach verpasste Gllogjani den Pass zum völlig blank stehenden Kuipers und praktisch mit dem Halbzeitpfiff strich ein Schuss von Bayram Zentimeter über die Latte.

Nach dem Wechsel versuchten es die Gäste mit viel Hektik und Theatralik, die jungen Kleeblätter zu verunsichern. Das Spiel wurde zerfahrener, doch auch die Überlegenheit der Gastgeber wurde deutlicher. Die Meerbuscher leisteten sich immer wieder Fehler, die zu Chancen für RWO führten. In der 72. Minute hatten dann fast alle Beteiligten den Torschrei schon auf den Lippen. Doch der mittlerweile eingewechselte Sezen lupfte allein vor Kaltak den Ball nur auf die Latte.

RWO drückte nun mit aller macht auf die längst überfällige Führung, doch weder Lorch (76.), noch Hermsen (78.), Gllogjani (83.) oder Sezen (85.) schafften es, den Ball im Tor unterzubringen. Auf der Gegenseite hatte Brian Günther in den letzten Minuten sogar zweimal die Chance, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen, verzog aber jeweils.

In der Nachspielzeit gab es dann noch Rot gegen den eingewechselten Justin Mingo, der sich zu einer Tätlichkeit gegen Dennis Schmidt hinreißen ließ. „Die Chancenverwertung war wieder einmal schlecht, aber trotzdem kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, meinte Terranova anschließend. „Wir haben mit einer blutjungen Mannschaft gespielt, die heute ihre Oberligatauglichkeit unter Beweis gestellt hat.“

Autor: Ralf Bögeholz

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