MSV Duisburg

Der "King" lebt

30. April 2016, 13:58 Uhr
Foto: firo

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Der MSV ist auf einem guten Weg, den Klassenerhalt in der zweiten Liga doch noch zu schaffen. Kingsley Onuegbu könnte zu einem wichtigen Baustein werden.

So wie für den MSV Duisburg diese Saison keine einfache ist, hatte auch Kingsley Onuegbu keine leichte Zeit. Doch bei beiden scheint sich das Ruder zu wenden. Der "King", der im letzten Jahr noch so eine Art Aufstiegsheld war und mit 14 Toren maßgeblich am Erfolg beteiligt war, tut sich in dieser Saison sichtlich schwer. Von Anfang an wirkte der schnelle Stürmer teilweise viel zu behäbig, wusste nicht so richtig was mit sich anzufangen und war immer mehr Fremdkörper im Duisburger Team. Gerade einmal zwei Tore hatte er in der Hinrunde erzielt.

Was zur Folge hatte, dass Onuegbu nach dem Jahreswechsel gar keine Rolle mehr spielte bei Trainer Ilia Gruev, höchstens mal noch für ein paar Minuten aushelfen durfte. Zwischendurch hatte er sich kurz verletzt, danach fehlte dem Coach aber "die Frische, die ich mir im Training wünsche", wie Gruev zwischendurch erklärte. Der "King" hat diese Botschaft anscheinend verstanden. Seit vier Spielen ist er wieder zurück, hat sich wieder einen Stammplatz erkämpft - und am Freitagabend gegen Düsseldorf auch endlich wieder ein wichtiges Tor erzielt.

"Wer mich kennt, meine Teamkollegen, die wissen, dass ich immer Gas gebe seit der Rückrunde", erklärt der Onuegbu. "Ich habe dann meine Chance bekommen, und sie genutzt. Ich hoffe, dass ich weiter meine Leistung bringe und der Mannschaft helfen kann, denn diese Fans haben es verdient, nächstes Jahr Zweitliga-Fußball zu sehen."

Gegen Düsseldorf rieb sich der 30-jährige Nigerianer hierfür regelrecht auf. Er und die gesamte Mannschaft gingen ein hohes Tempo, versuchten schon durch die Angreifer viel Druck aufzubauen. Mitte der zweiten Hälfte war deutlich zu sehen, dass der "King" Körner gelassen hatte. Nach 80 Minuten erlöste Gruev den Torschützen dann auch endlich. "Ich war tot bei meiner Auswechslung", sagt Onuegbu. "Ich wollte unbedingt raus. Ich habe gesagt, dass ich nicht mehr kann. Und dann ist es besser, wenn jemand spielt, der frisch ist und Gas gibt, als wenn ich nur auf dem Platz rumstehe."

Das hatte er bis dahin keineswegs gemacht - und sich, den Verein und die MSV-Fans mit einem wichtigen Tor belohnt. "Die Flanke war überragend", erinnert sich Onuegbu. "Ich weiß schon, dass Rolf (Feltscher, Anm.d.Red.) sehr gut flanken kann. Als er sich den Ball hingelegt hat, bin ich einfach reingelaufen und alles hat gepasst." Zwei Spiele haben die Zebras noch. Vielleicht kommen da ja noch ein paar Tore des "King" hinzu. Auch wenn er jetzt mit vier Treffern die interne Torschützenliste anführt, für den Klassenerhalt dürfte das nicht reichen. Und dann muss er auch nicht nach seiner Auswechslung auf der Bank zittern. "Ich hätte fast einen Herzinfarkt bekommen", sagt er. "Das ging hin und her, das war nichts mehr für meine Nerven. Aber Gott sei Dank ist es am Ende gut ausgegangen." So wie vielleicht ja auch für den MSV...

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