Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen hat an diesem Wochenende spielfrei. Sportdirektor Andreas Winkler gibt noch keine Entwarnung im Abstiegskampf.

RWE

Sportdirektor Andreas Winkler bleibt vorsichtig

Rolf Hantel
30. April 2016, 13:17 Uhr

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen hat an diesem Wochenende spielfrei. Sportdirektor Andreas Winkler gibt noch keine Entwarnung im Abstiegskampf.

An diesem Wochenende wird die Regionalliga-Tabelle wieder erneut begradigt. Die Rot-Weissen indes können sich das Treiben auf dem Rasen relativ entspannt anschauen, weil sie frei haben. Zehn Punkte aus fünf Spielen hat RWE unter der Regie des neuen Trainers Sven Demandt gesammelt und sich ein Stück weit vom Tabellenkeller entfernt. Genauer gesagt, sieben Punkte sind es bis zum ersten Abstiegsplatz, den der 1.FC Köln II belegt, acht bis zur SSVg. Velbert, die am Samstag ihre Chance gegen Rödinghausen wahren muss. Drei Partien stehen noch aus.

Das Ding ist durch, sollte man meinen. Andreas Winkler will davon aber nichts wissen: „Wir sind definitiv noch nicht durch, wir müssen weiterhin auf uns schauen und die nötigen Punkt einfahren, “ betont der Sportliche Leiter. Das sollte an der Hafenstraße gegen RWO, FC Kray und BVB II gelingen. Aber Köln, so Winklers Einwand, habe auch ein relativ leichtes Restprogramm (Erndtebrück, Wattenscheid, Wegberg-Beeck). Also Vorsicht, schließlich hat RWE schon genug durchgemacht in dieser Saison, die man getrost von der Liste der positiven Erinnerungen streichen kann. Also: Rot-Weiss wird erst befreit aufatmen, wenn theoretisch sämtliche Zweifel ausgeräumt sind. Das gehört sich so. Unbegreifliches gab es ja bekanntlich schon genug.

Er weiß, wie der Verein zu ihm steht
Andreas Winkler über Marwin Studtrucker

Allerdings dürfte der Sportdirektor nun eine bessere Verhandlungsposition besitzen als noch vor einigen Wochen. Die Planungen für die kommende Saison laufen natürlich längst. „Wir haben immer gesagt, dass wir die Säulen der aktuellen Mannschaft unbedingt halten möchten“, hatte Winkler nach der Unterschrift von Abwehrchef Philipp Zeiger betont.. Zuvor hatte ja auch schon Benjamin Baier unterschrieben, ebenfalls so ein wichtiger „Baustein“. Er hatte sich immerhin bereits Anfang Februar getraut, bis 2018 zuzusagen.

Einige Verträge laufen aus

Die Verträge von Leon Binder, Marwin Studtrucker, Moritz Fritz, Patrick Huckle, Gino Windmüller und Torwart Niclas Heimann laufen aus. Wer wird bleiben, wer muss gehen? Darüber will sich Winkler zu diesem Zeitpunkt nicht äußern. Verständlich, denn es wäre wohl das falsche Signal. Und weil nicht feststeht, wie die Gespräche enden, sind auch noch keine externen Zugänge fix.

Immerhin lässt sich ahnen, dass Henrik Gulden und Torwart Pascal Nagel wohl keine Zukunft mehr an der Hafenstraße haben. Gulden konzentriert sich nach seiner Krankheit erst einmal aufs Studium. Nagel, im Winter wegen akuter Personalnot als Backup geholt, hat sich nicht aufgedrängt.

Es wird wie immer spekuliert. Der torgefährliche Patrick Bauder vom Nachbarn RWO soll ein Kandidat sein. Und nach dem klasse Auftritt und seinen zwei Toren gegen RWE am vergangenen Mittwoch wünschen sich wohl einige RWE-Fans auch den quirligen Kevin Hagemann für die nächste Saison. Aber vom Typ und seiner Spielweise erinnerte der Velberter an Marwin Studtrucker, der vor seiner Verletzungsserie ähnlich zauberte und Tore erzielte. Es fragt sich nur, ob „Studti“ noch die große Lust auf Rot-Weiss verspürt? Andreas Winkler kommentiert es nicht, sagt lediglich: „Er weiß, wie der Verein zu ihm steht.“

Autor: Rolf Hantel

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