Der MSV Duisburg hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga einen überlebenswichtigen Sieg gefeiert und Fortuna Düsseldorf in große Bedrängnis gebracht.

Duisburg siegt im Derby

Der MSV ist wieder da

29. April 2016, 21:31 Uhr
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Der MSV Duisburg hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga einen überlebenswichtigen Sieg gefeiert und Fortuna Düsseldorf in große Bedrängnis gebracht.

95 Minuten mussten die Duisburger warten, dann war es offiziell: Nach dem Sturz auf den letzten Tabellenplatz am 6. Spieltag haben sie die rote Laterne am drittletzten Spieltag wieder abgegeben an den SC Paderborn, der 1:2 in Freiburg verlor. Der Duisburger 2:1 (0:0)-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf vor 28.500 Zuschauern war hart umkämpft. Auch von einer fünf minütigen Spielunterbrechung in der zweiten Halbzeit (54.) ließen sich die Zebras nicht beirren. Der Fortuna-Anhang hatte Pyro und Böller, so dass Schiedsrichter Benjamin Brand (Bamberg) die Zeit kurz anhielt.

Die Gastgeber gingen von Beginn an viel bissiger zu Werke, kämpften um jeden Ball. Mussten sie aber auch. Schließlich helfen dem MSV nur Punkte, um im Saisonendspurt doch noch die Liga zu halten. Und die Fortuna? Die durfte sich eigentlich auch nicht zurücklehnen. Punktgleich mit dem 16. FSV Frankfurt steht die Mannschaft von Friedhelm Funkel nur noch knapp in der Tabelle über dem Strich.

„Der Sieg für den MSV ist nicht unverdient“, erklärte ein enttäuschter Funkel. „Der MSV hat uns nicht ins Spiel kommen lassen, viel Druck gemacht.“ Doch auch dann, wenn sich die Düsseldorfer ein wenig befreien konnten, waren sie viel zu harmlos. Nach der Pause machte Duisburg direkt wieder Tempo – und der erste Angriff bedeutete gleich die 1:0 Führung durch Kingsley Onuegbu (46.). Victor Obinna baute die Führung dann nach seinem Treffer aus dem Gewühl auf 2:0 aus (59.). Und auch als Joel Pohjanpalo in der 67. Minute noch auf 1:2 verkürzen konnte und bei den Zebras die Kräfte nach dem hohen Tempo immer mehr schwanden, schmissen sie sich trotzdem in die Zweikämpfe und gaben keinen Ball. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte MSV-Trainer Ilia Gruev. „Es war geil hier heute Trainer zu sein.“

Im Stadion wurde danach ein bisschen gefeiert. Ein Vorgeschmack auf das, was am letzten Spieltag kommen könnte, wenn Duisburg auch seine letzten beiden Spiele auswärts in Sandhausen und dann zuhause gegen Leipzig erfolgreich bestreitet – und möglicherweise dann doch noch die Klasse hält.

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