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Tuchel reagiert gelassen auf den Fall Hummels

Sebastian Weßling
29. April 2016, 14:16 Uhr

Einen großen Informationsvorsprung hatte Thomas Tuchel nicht: „Wir wissen seit gestern davon“, sagt der BVB-Trainer am Freitag über die Wechselabsichten seines Kapitäns.

Immerhin einen Tag hatte Tuchel nun Zeit, sich zu überlegen, wie er damit umgeht – und er hat sich für größtmögliche Gelassenheit entschieden. „Ich bin froh, weil wir jetzt eine klare Ausgangslage haben, mit der wir umgehen können“, sagt er. „Es ist auch noch keine Entscheidung gefallen, der Ball liegt bei den Vereinen und den handelnden Personen – und damit nicht mehr bei mir.“

Sportlich natürlich ist die Entscheidung enttäuschend, denn einen Innenverteidiger von Hummels’ Format gibt man ungern an den größten nationalen Konkurrenten ab. Aber: „Wir müssen akzeptieren, dass es eine Kategorie von Klubs gibt, die über uns stehen, darunter auch der FC Bayern“, so Tuchel. „Wir werden nicht aufhören, diese Klubs, auch den FC Bayern, herauszufordern und versuchen, diesen Vorsprung auf dem Platz nicht erkennbar werden zu lassen.“

Demnächst dann möglicherweise ohne Hummels – das aber erst ab der kommenden Saison. „Er ist nach wie vor Kapitän dieser Mannschaft, der Wechsel ist nicht vollzogen“, sagt Tuchel.

„Für morgen und die nächsten Spiele ist Mats klarer Bestandteil der Mannschaft.“ Es ist eine Botschaft, die sich vor allem nach innen richtet, an die eigenen Fans. Denn in Dortmund fürchten sie, dass der eigene Anhang die Entscheidung des Kapitäns mit allerlei Beschimpfungen quittieren wird. „Da muss man keine große Fantasie haben, dass es Fans gibt, die mit Sicherheit sehr enttäuscht sind“, sagt Der Trainer. „Aber ich hoffe, dass der Support für die Mannschaft die Stimmen überlagert, die sauer sind.“

Autor: Sebastian Weßling

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