Knapp zwei Stunden und 200 Kilometer Anfahrt nicht lohnen sollten sich für den SV Schermbeck im Nachholspiel der Fußball-Oberliga.

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Siegen lässt sich auch von Schermbeck nicht aufhalten

Andreas Nohlen
27. April 2016, 22:47 Uhr
Foto: Volker Speckenwirth

Foto: Volker Speckenwirth

Knapp zwei Stunden und 200 Kilometer Anfahrt nicht lohnen sollten sich für den SV Schermbeck im Nachholspiel der Fußball-Oberliga.

Beim Tabellenzweiten Sportfreunde Siegen unterlag der Vorletzte des Tableaus mit 0:2 (0:1), zeigte dabei gegen einen in der Rückrunde stark aufspielenden Gastgeber aber über weite Strecken eine ansprechende Leistung.

„Hier wäre durchaus mehr drin gewesen. Mit der Leistung insgesamt bin ich zufrieden“, resümierte SVS-Trainer Christoph Schlebach, dessen Team auf dem nassen und tiefen Rasen vor 911 Zuschauern im Leimbachstadion auch hätte in Führung gehen können. Nikolai Nehlson, der für den Gelbsperre gefährdeten Tim Dosedal in die Anfangself gerutscht war, verzog nach gutem Pass von Akyildiz jedoch zentral aus sieben Metern (14.).

Effizienter dagegen die Platzherren. Konnte SVS-Keeper Tim Krückemeier den Kopfball nach einer Ecke der Siegener noch abwehren, so war er beim Nachschuss von Til Baumann zum 1:0 (26.) chancenlos. „Es war eigentlich die einzige Möglichkeit, die wir in der ersten Halbzeit zugelassen haben“, so Schlebach, der mit Max Bönighausen einen Akteur nach Monaten der Spielpause direkt ins kalte Wasser schmiss, da kurzfristig Benedikt Helling mit Fieber ausgefallen war.

Durchgang zwei begann mit einem Nackenschlag für den Gast. Nach einem Ballverlust in der gegnerischen Hälfte liefen die Schermbecker in einen Konter, den Haluk Arslan mit einem „Sonntagsschuss“ am Mittwoch mit Links in den Winkel vollendete (47.).

„Wir haben uns aber nicht aufgegeben, sondern hatten unsere Chancen“, so Schlebach, der besonders die Szenen von Serdar Bastürk (58.) und Jannis Scheuch (62.) im Kopf hatte. Auf der anderen Seite bewahrte Tim Krückemeier die Rot-Weißen mit einer Glanztat vor der Entscheidung (64.). Acht Minuten später tat dies Patryk Niedzicki per Kopf auf der eigenen Torlinie.

Besonders die Einwechselungen von Dosedal und Marek Klimczok (60.) hatten dem Spiel der Schermbecker noch einmal Schwung verliehen. Doch am Ende war der Aufstiegsanwärter zu abgeklärt, um im eigenen Stadion noch etwas anbrennen zu lassen.

Autor: Andreas Nohlen

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