Geschieht in den folgenden sechs Wochen kein Fußballwunder mehr, verabschiedet sich Croatia Mülheim nach nur einem Jahr wieder aus der Bezirksliga.

Croatia Mülheim

Ziel: Vernünftig verabschieden

27. April 2016, 08:09 Uhr
Foto: Patrick Friedland

Foto: Patrick Friedland

Geschieht in den folgenden sechs Wochen kein Fußballwunder mehr, verabschiedet sich Croatia Mülheim nach nur einem Jahr wieder aus der Bezirksliga.

Die Hauptgründe dafür liegen auf der Hand: Die Kombination aus einer geradezu rekordverdächtigen Ausfallliste und der schlechtesten Abwehr der Liga hat für den Mülheimer Klub fatale Folgen. Satte 89 Gegentore schluckte man in 27 Spielen, mittlerweile hat mit Daniele Autieri der dritte Trainer der Saison an der Seitenlinie das Sagen. Vorgänger Denis Vukancic schmiss Anfang April nach nur sechs Spielen das Handtuch, der "Co" sprang daraufhin bis Saisonende ein. Danach wird sich Autieri federführend um die seit längerem boomende Jugendabteilung des Vereins kümmern.

Bis dato hat dieser aber noch fünf Partien als Chefcoach vor sich. Und puzzelt weiterhin aus irgendwie verfügbaren Spielern elf Mann zusammen. "Gegen Buchholz fehlten uns 14 Spieler. Ich habe in den letzten Wochen Spieler aus der Altherrenmannschaft und der zweiten Mannschaft hierhin geholt, die schon Monate nicht mehr auf dem Niveau gespielt haben", sagte Autieri nach dem 1:5 gegen den Spitzenreiter aus Duisburg. Bei dem sich Croatia aber doch recht vernünftig verkaufte und durch [person=31478]Sanid Fazlic[/person] sogar in Führung ging. Gäste-Coach Michael Roß hatte nach dem Pflichtsieg sogar lobende Worte für den Gegner übrig: "Es ist schade, dass so eine gute Fußballmannschaft soweit unten steht."

Dass der Klassenerhalt aktuell utopisch erscheint, liegt aber nicht nur an den oben erwähnten Gründen, sondern auch am Restprogramm. Die letzten drei Spiele absolvieren die Styrumer ausschließlich gegen Teams aus den Top fünf der Liga. "Wir wollen uns in den nächsten Wochen vernünftig präsentieren. Gegen TuRa 88 sollten wir aber natürlich auch gewinnen wollen", blickt Autieri auf das Duell "Vorletzter gegen Letzter" am kommenden Sonntag.

Auseinanderfallen wird der Croatia-Kader aber auch in der Kreisliga A nicht. "Wir haben schon viele Zusagen für die neue Saison, natürlich werden uns auch ein paar Spieler verlassen. Der Großteil dürfte aber eingespielt sein", erklärt Autieri. Welcher Trainer sich ab Sommer dieser spannenden Aufgabe annehmen wird, ist aktuell noch offen.

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