Am Mittwochabend (19.30 Uhr) kommt es in der Regionalliga zum Nachholsspiel zwischen Rot-Weiss Essen und der SSVg Velbert.

Rot-Weiss Essen

Gegen Velbert den nächsten Schritt gehen

Dietmar Mauer
26. April 2016, 22:59 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Am Mittwochabend (19.30 Uhr) kommt es in der Regionalliga zum Nachholsspiel zwischen Rot-Weiss Essen und der SSVg Velbert.

Zu Saisonbeginn hat wohl niemand ernsthaft daran gedacht, dass es in dem Nachholspiel am Mittwoch (19.30 Uhr, Hafenstraße), vier Spiele vor dem Saison-Kehraus, für beide Klubs nur um eines geht: das nackte sportliche Überleben in der vierten Liga.

Besonders Rot-Weiss war mit ganz anderen Ambitionen angetreten. Das Ausbleiben des erhofften Erfolges führte zu einer weiteren Gemeinsamkeit der Rot-Weissen und der Velberter. Angesichts des drohenden Super-Gaus wurde der Trainer getauscht. Für Jan Siewert übernahm Anfang April Sven Demandt an der Hafenstraße die Verantwortung für die sportlichen Geschicke. Fast zeitgleich vollzogen die Velberter den gleichen Schritt. André Pawlak musste seinen Posten für Michael Lorenz räumen. Bei den Zwischen-Bilanzen hat Sven Demandt die Nase vorn. Zwei Siege (2:1 in Ahlen, 3:2 gegen Aachen), ein Unentschieden (0:0 bei Schalke II) und eine Niederlage (0:1 in Erndtebrück) stehen bei dem 51-Jährigen zu Buche. Bei Michael Lorenz steht bisher nur ein Punkt (0:0 gegen Schalke). Gegen Borussia Dortmund II (1:2) und in Oberhausen (0:3) gab es Niederlagen.

„Die Mannschaft soll es genießen. Wir müssen die Tabellensituation einfach mal beiseite schieben. Die Jungs sollen befreit aufspielen, dann ist dort auch was möglich“, erklärt Michael Lorenz, der früher das RWE-Trikot trug, vor der Partie. So oder so ähnlich klang es auch vor den Spielen, die der 37-Jährige als Trainer des FC Kray in der Saison 2014/15 an der Hafenstraße absolvierte. Und dann ärgerten die Krayer den großen Stadtrivalen, brachten ihm zwei Niederlagen (2:4/0:1) bei. Und nicht nur das: Michael Lorenz legte im Duell mit seinem Bruder Stefan, der zum Trainerstab bei RWE gehört, erst einmal vor.

„Für mich spielt das Bruderverhältnis keine Rolle. Für mich spielt Rot-Weiss gegen Velbert“, betont Sven Demandt. Und an diese Aufgabe dürfe man weder zu locker noch zu ernst herangehen. „Im Dienstagtraining haben wir eine gute Mischung von Konzentration und Lockerheit gehabt“, hofft Demandt, dass diese Stimmung in das Spiel hinübergenommen werden kann. Neben konzentriert und locker müssen die Rot-Weissen aber noch eine weitere Eigenschaft haben: Geduld. „Das Spiel der Velberter ist stark auf Konter angelegt. Ich glaube nicht, dass sie am Mittwoch nun wie wild stürmen werden. Das heißt für uns, auf der Hut zu sein, abzuwarten und unsere Chancen zu suchen.“

Im Dienstagtraining haben wir eine gute Mischung von Konzentration und Lockerheit gehabt
Sven Demandt

Auf einen Akteur muss Demandt am Mittwoch neben den Langzeitverletzten dabei verzichten: Abwehrspieler Patrick Huckle zog sich am Montag einen Faserriss zu und wird RWE erst einmal nicht mehr zur Verfügung stehen.

Autor: Dietmar Mauer

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