Der Kontrakt des Stürmers beim VfL Bochum läuft aus, Vertragsgespräche gab es mit Nando Rafael von der Vereinsführung bisher nicht.

VfL Bochum

Bei Rafael stehen Zeichen auf Abschied

Ralf Ritter
26. April 2016, 21:07 Uhr
Foto: firo

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Der Kontrakt des Stürmers beim VfL Bochum läuft aus, Vertragsgespräche gab es mit Nando Rafael von der Vereinsführung bisher nicht.

Er lacht oft, er lacht viel, er ist ein, wie man so schön sagt, positiv eingestellter Typ. Auch über diese - rhetorisch gemeinte - Frage muss Nando Rafael jetzt lachen. Karriere-Ende, kein Thema? Kein Thema! „Ich bin 32“, sagt der Stürmer des VfL.

Dass seine nähere Zukunft allerdings in Bochum liegt, ist eher unwahrscheinlich. Gespräche mit dem Vorstand habe es dazu noch nicht gegeben, sagt Nando Rafael, und stellt fest: „Mein Vertrag läuft aus.“ Er fühle sich grundsätzlich wohl in Bochum, sagt der vor einem Jahr zum VfL gekommene Angreifer. Der Angolaner räumt aber auch ein, dass es sportlich weit weniger rund lief als erhofft für ihn. Nur acht Mal kam er bisher zum Einsatz, meist nur für wenige Minuten. Seinen längsten Einsatz hatte er in der Hinrunde gegen den SV Sandhausen - 40 Minuten. Meist wurde er nicht eingewechselt oder zählte nicht zum Kader. 12 Mal war letzteres der Fall, überwiegend in der Rückrunde.
Folglich konnte Rafael sein Potenzial nur selten zeigen jenseits des Trainingsplatzes, wo er als erfahrener Profi auch ein Ansprechpartner für die jungen Spieler des VfL ist. Seine stärkste Szene war der Ausgleich im Spiel gegen Fürth, als der Joker kurz nach seiner Einwechslung mit einem technisch feinen Treffer das 2:2 erzielte in der Nachspielzeit. Es ist sein einziges Saisontor bisher.

Ob Rafael, wie zuletzt gegen den Karlsruher SC, zum Kader zählt, der sich am Donnerstag auf den Weg nach Berlin macht, wird Trainer Gertjan Verbeek noch entscheiden. In jedem Fall dabei sein will [person=1492]Simon Terodde[/person] bei seinem Ex-Klub, am Mittwoch soll der beste Torschütze der 2. Liga (20 Treffer) wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Dass das Team noch motiviert genug ist für einen Fight an der Alten Försterei, davon ist Anthony Losilla nicht nur qua seines Amtes überzeugt. „Natürlich, jeder will sein Bestes rausholen, um die bestmögliche Platzierung zu erreichen“, sagt Losilla, der als Kapitän Patrick Fabian (Kreuzbandriss) vertritt, voraussichtlich noch bis zum Winter. Losilla hatte seinen Vertrag als einer der ersten Leistungsträger ja bereits um drei Jahre bis 2019 verlängert.

Autor: Ralf Ritter

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