VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln – so lauten die Namen der drei kommenden Gegner für Borussia Dortmund.

BVB

Millionen-Schlacht um Hummels ist eröffnet

Sebastian Weßling
25. April 2016, 21:38 Uhr
Foto: firo

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VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln – so lauten die Namen der drei kommenden Gegner für Borussia Dortmund.

Doch dafür interessieren sich rund um die Strobelallee derzeit die wenigsten, die Namen, die diskutiert werden, lauten: Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Mario Götze. Bis Montagnachmittag war noch Marcel Schmelzer dabei, doch dann verkündete der BVB, dass der Linksverteidiger seinen Vertrag bis 2021 verlängert hat.

Götze dagegen traf einst eine andere Entscheidung, wechselte vor drei Jahren zum FC Bayern München. Nun könnte er zurückkehren – der Nationalspieler und der BVB zumindest würden den Transfer gerne durchziehen. Ilkay Gündogan steht vor dem Absprung: Es gilt als fast gesichert, dass er zu Manchester City wechselt.

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Und Mats Hummels? Immer stärker verdichten sich die Anzeichen, dass der BVB-Kapitän seinen bis 2017 laufenden Vertrag nicht verlängert und gerne im Sommer nach München wechseln würde. Laut „Bild“ hat er vom Bundesliga-Spitzenreiter bereits einen unterschriftsreifen Vierjahres-Vertrag vorliegen. Angeblich bieten die Münchner ein Jahresgehalt von zehn Millionen Euro – plus Prämien, womit der Innenverteidiger einer der Topverdiener wäre. Für Dortmund wäre das eine bittere Pille, nach Top-Torjäger Robert Lewandowski und Götze wäre Hummels schon der dritte Leistungsträger, der nach München wechselt.

Und mehr noch: Hummels war über Jahre das Gesicht des vielgerühmten Dortmunder Projekts, der Rasselbande aus jungen Spielern, die mit unbekümmerten Auftritten zu zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg stürmte. Sportlich steht sein Wert außer Frage und auch als Anführer der Mannschaft ist er inzwischen unumstritten.

BVB will tiefer in die Tasche greifen

Die Verantwortlichen arbeiten daher verbissen daran, dass Hummels bleibt. „Um Mats werde ich kämpfen, wie ich noch nie um einen Spieler gekämpft habe“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der „Süddeutschen Zeitung“. Finanziell wäre Dortmund bereit, in neue Dimensionen vorzustoßen, das aktuelle Angebot soll zumindest vom Grundgehalt vergleichbar mit dem sein, was der Abwehrspieler in München verdienen würde. Für Dortmund wäre das ein teurer Abschluss, weil es den Maßstab bilden würde für künftige Vertragsverlängerungen oder Neuverpflichtungen – doch die Einnahmen sind dank sprudelnder Sponsoreneinnahmen und der bereits sicheren Qualifikation für die Champions League gut wie lange nicht. Der Klub ist schuldenfrei und hat ein gut gefülltes Festgeldkonto.

Das soll auch ein Argument im Ringen um Hummels sein – nicht, weil dem Kapitän ein hohes Gehalt besonders wichtig ist, sondern weil es den Dortmundern die Möglichkeit eröffnet, die Mannschaft noch deutlich aufzurüsten. Denn mit 27 steht Hummels vor seinem letzten großen Vertrag und er möchte gerne Titel gewinnen – ein europäischer Pokal etwa fehlt ihm noch. Mit Mikel Merino ist ein Neuzugang bereits fix, weitere werden jedoch folgen müssen. Götze könnte einer von ihnen sein, auch das 18-jährige französische Supertalent Ousmane Dembélé soll kommen. Und dass sein langjähriger Weggefährte Schmelzer geblieben ist – auch das könnte ein Argument für Hummels’ Verbleib beim BVB sein.

Autor: Sebastian Weßling

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