Die Sportfreunde Niederwenigern haben zurzeit einen Lauf.

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„Niederwenigern steigt nicht ab“

Heiner Wilms
26. April 2016, 09:07 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Die Sportfreunde Niederwenigern haben zurzeit einen Lauf.

Leider führt der aber in die falsche Richtung. Denn nach drei Niederlagen in Folge beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz nur noch zwei Punkte. Wir sprachen mit Trainer Jürgen Margref.

Vor ein paar Wochen sah es noch so aus, als sei ihre Mannschaft schon auf der sicheren Seite. Jetzt ist es aber wieder ganz eng. Muss man sich Sorgen um die Sportfreunde machen?
Ich habe nie aufgehört, mir Sorgen zu machen. Das war auch in der Phase so, als es so gut lief, als wir in neun Spielen ungeschlagen geblieben sind. Aber es hilft ja alles nichts: Wir müssen diese Situation jetzt annehmen. Ganz schlecht ist aber natürlich, dass wir am Dienstagabend ein Pokalspiel haben. Das kommt für uns völlig ungelegen, denn schon am Freitag steht das wichtige Meisterschaftsspiel gegen Essen-West an. Das Spiel ist auf unseren Wunsch vorverlegt worden, weil hier am Wochenende der Dorfcup auf dem Programm steht. Als wir damals die Verlegung beantragt haben, konnten wir natürlich nicht wissen, dass sich die Situation für uns so zuspitzen würde.

Auffällig ist, dass die letzten Minuten eines Spiels offensichtlich nicht die starken Minuten der Sportfreunde. Am Sonntag gab es nicht zum ersten Mal ein Gegentor in der Nachspielzeit. Zudem wurde in der Nachspielzeit auch schon ein Elfmeter verschossen.
Ich denke nicht, dass das etwas zu sagen hat. Das ist eher Zufall. Es ist auch ärgerlich, wenn man schon in der dritten Minute ein Gegentor hinnehmen muss. Vielleicht müssen wir uns aber in der Defensive cleverer verhalten. Gerade bei Standardsituationen. Noch besser wäre es aber, wenn wir diese Standardsituationen gar nicht erst zulassen würden. Aber es ist im Fußball nun einmal so, dass es oft nur an Kleinigkeiten liegt.

Aber noch einmal zu den späten Gegentoren. Beginnt bei Ihrer Mannschaft in den letzten Minuten das große Zittern, ist das vielleicht ein psychisches Problem?
Nein, da gibt es überhaupt keine Probleme. Die Mannschaft ist sehr nervenstark, das hat sie ja auch schon in den vergangenen Spielzeiten bewiesen. Für die jungen Spieler ist das aber natürlich etwas Neues. Die müssen sich an solche Drucksituationen erst noch gewöhnen.

Wie gehen Sie persönlich denn mit solchen Situationen um? In den letzten Jahren war es ja immer extrem spannend, zuletzt wurde der Klassenerhalt erst in der Relegation gesichert. Wünschen Sie sich nicht manchmal eine ruhige Saison?
Das wäre mal wünschenswert (lacht). Aber leider haben wir es in diesem Jahr verpasst, unsere gute Serie noch ein bisschen zu verlängern. Wenn wir noch ein paar Punkte draufgepackt hätten, dann wären wir wohl wahrscheinlich durch. Jetzt bleibt es wohl wieder spannend bis zum letzten Spieltag.

Auch wenn es immer nervenaufreibend war – in der Vergangenheit war Ihre Mannschaft immer da, wenn es extrem kritisch wurde. Macht Ihnen diese Erfahrung Mut?
Natürlich. Auf die Jungs kann man sich absolut verlassen. Sie werden es auch in dieser Saison wieder schaffen. Ganz sicher. Niederwenigern steigt nicht ab.

Autor: Heiner Wilms

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