Für den SV Lippstadt scheint der Aufstiegszug Richtung Regionalliga abgefahren zu sein.

Marl-Hüls

Starke TSV-Abwehr raubt Lippstadt den Nerv

24. April 2016, 17:55 Uhr
Foto: Nils Heimann

Foto: Nils Heimann

Für den SV Lippstadt scheint der Aufstiegszug Richtung Regionalliga abgefahren zu sein.

Die Mannschaft von Stefan Fröhlich verlor bei Aufsteiger TSV Marl-Hüls knapp, in Summe aber verdient mit 1:2 (0:2).

Der Mannschaft von Trainer Michael Schrank reichte eine bärenstarke erste Hälfte, in der die Platzherren vor allem von der bombensicher stehenden Defensive bestehend aus Tobias Hötte und Lukas Diericks profitierten. "Die beiden haben das überragend gemacht, waren ganz stark am Mann", lobte Trainer Schrank das Duo und fügte hinzu: "Ganz ausschalten kann man einen Spieler wie Traufetter aber nicht." Der ansonsten treffsichere Sturm der Lippstädter biss sich an dem überragenden Duo die Zähne aus. Hingegen sah es auf der gegenüberliegenden Seite ganz anders aus.

Da ließ der SVL Michael Smykacz und David Sdzuy zweimal sträflich allein, was zunächst der ehemalige Oberhausener Smykacz (10.) und anschließend Sdzuy (20.) zu nutzen wussten. "Um diese Qualität der Hülser wussten wir", sagte Trainer Fröhlich und lobte die "gut organisierte Hülser Mannschaft mit hoher Qualität."

Lippstadt fand auch nach der knapp 15-minütigen wetterbedingten Unterbrechung nur mäßig ins Spiel und wirkte nach der 0:1-Niederlage bei den Sportfreunden Siegen und dem Pokalaus in Ahlen eher wenig motiviert. Torgefahr aber ging von der Offensive dennoch aus. "Wir hatten Mühe, mit der 2:0-Führung in die Pause zu gehen", konstatierte TSV-Trainer Michael Schrank. Dennoch: Einzig Halil Elitok traf in der 64. Minute zum Anschluss für die Gäste.

Blieb dem Hülser Fußball-Lehrer nach dem vierten Heimsieg in Serie noch ein Appell an seine Elf. "Ich würde mich freuen, wenn wir auswärts auch mal so auftreten würden." Im Grunde aber fühlte sich der Auftritt im eigenen Stadion an wie einer in der Fremde. So überlegen waren die Fans der 08er auf der Haupttribüne. TSV-Pressesprecher Andreas Kreuznacht beglückwünschte Stefan Fröhlich nach der Partie zu dem stimmgewaltigen Anhang. Der spielte den Ball trocken zurück: "Dafür gibt es ja leider keine Punkte."

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