Der Kapitän von Borussia Dortmund verzichtete nach dem 3:0-Sieg in Stuttgart darauf, die Wechselspekulationen weiter anzufeuern.

BVB

Hummels schweigt zur Zukunft

Andreas Berten
24. April 2016, 09:19 Uhr
Foto: firo

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Der Kapitän von Borussia Dortmund verzichtete nach dem 3:0-Sieg in Stuttgart darauf, die Wechselspekulationen weiter anzufeuern.

Ob Mats Hummels nun bleibt oder geht: Für Vereins-Chef Watze ist eh klar: "Der Klub hängt nicht von Einzelschicksalen ab."

Mats Hummels hatte sich die überdimensionalen Kopfhörer aufgesetzt und vermutlich die Musik sehr laut eingestellt. Das ist bei Profifußballern nach getaner Arbeit nicht ungewöhnlich, mit unsichtbaren Scheuklappen lassen sie dann beim Verlassen des Arbeitsplatzes die Journalisten links liegen, die von ihnen gerne die ein oder andere Einschätzung zum vorangegangen Spiel hätten.

Mats Hummels musste am Samstag davon ausgehen, dass man ihn nicht nach dem klaren 3:0-Sieg seiner Dortmunder Borussia beim VfB Stuttgart gefragt hätte. Dafür hatte der BVB-Kapitän am Mittwoch selbst gesorgt, als er Wechselspekulationen nach München Tür und Tor geöffnet hat. Dazu wollte sich der 27-Jährige nun aber nicht äußern, womöglich weil zum jetzigen Stand bis zum Tag der Verkündung seiner Entscheidung auch alles gesagt ist.

Es ist doch klar, dass wir um ihn kämpfen
Hans-Joachim Watzke

Nachfragen zu diesem brisanten Transfer, der sich da anbahnt, konnte man aber sehr wohl Hans-Joachim Watzke stellen. “Es ist doch klar, dass wir um ihn kämpfen”, sagte der Geschäftsführer der Schwarzgelben, “so wie um jeden Spieler. Wie auch immer sich ein Spieler entscheidet: Wir haben seit fünf Jahren gezeigt, dass wir immer wieder alle Spieler ersetzen können.” Sorgen, dass nach dem fixen Abgang von Ilkay Gündogan und dem sich abzeichnenden Abschied von Mats Hummels die Mannschaft auseinanderbrechen könnte, hat Watzke nicht: “Wir werden auch nächstes Jahr wieder eine Topmannschaft haben, die mindestens so gut ist wie die dieses Jahr.”

Achtet man auf die Zwischentöne, scheint sich Dortmunds Vorstandsboss allmählich mit dem Gedanken abzufinden, dass sich die Wege der Borussia und von Mats Hummels nach dieser Saison trennen. Er sei ein rationell denkender Mensch, erklärte Watzke, aber auch das sei nur nebenrangig: “Borussia Dortmund hängt nicht von Einzelschicksalen ab. Bei uns ist jeder inklusive Watzke, Zorc und Tuchel ersetzbar. Wir haben immer wieder Lösungen gefunden und werden sie immer wieder finden.” Trainer Tuchel verfüge über 18 bis 20 Spieler, “nach denen sich mindestens 16 Klubs die Finger lecken.” Im Fall von Mats Hummels scheint nun auch 17., nämlich Bayern München, dazu zu gehören.

Autor: Andreas Berten

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