Vier Tore in sieben Minuten - das ist ein Kunststück, das selbst in der Kreisliga nicht allzu oft vorkommt. Sven Pauritsch vom SuS Wilhelmshöhe (Kreisliga A3 Bochum) eröffnete die Saison 2007/08 mit einem Paukenschlag: In der 77. Minute eingewechselt, hatte er sieben Minuten später gleich vier Treffer auf seinem Konto. Der bemitleidenswerte Gegner war Rot-Weiß Stiepel, der letzten Endes mit 0:9 in dieser Partie des 1.Spieltages der neuen Saison unterging.

Kreisliga Bochum: Wilhelmshöhe schießt mit Joker Pauritsch Stiepel mit 9:0 ab

Vier Treffer in sieben Minuten

Sven Heimes
14. August 2007, 14:06 Uhr

Vier Tore in sieben Minuten - das ist ein Kunststück, das selbst in der Kreisliga nicht allzu oft vorkommt. Sven Pauritsch vom SuS Wilhelmshöhe (Kreisliga A3 Bochum) eröffnete die Saison 2007/08 mit einem Paukenschlag: In der 77. Minute eingewechselt, hatte er sieben Minuten später gleich vier Treffer auf seinem Konto. Der bemitleidenswerte Gegner war Rot-Weiß Stiepel, der letzten Endes mit 0:9 in dieser Partie des 1.Spieltages der neuen Saison unterging.

Dabei hatte es zur Halbzeit noch ganz gut für den Achten der Vorsaison ausgesehen. Der Rückstand war mit 0:2 noch durchaus in Ordnung, Wilhelmshöhe hätte zwar bereits deutlicher führen können, Stiepel spielte trotzdem noch ordentlich mit. Aber nach dem Pausentee brachen dann alle Dämme. Erst flog der Stiepeler Fischer mit einer Roten Karte vom Platz. Dann wurde die Dreierkette der Gäste mehr und mehr klassisch ausgekontert.

Hatte Wilhelmshöhe bereits kurz nach der Pause (48.) auf 3:0 erhöht, wurde Sven Pauritsch von seinem Trainer Michael Schröder in der 77. Minute eingewechselt. Wilhelmshöhe führte hier bereits mit 4:0 nach einem weiteren Treffer in der 62. Minute. Und dann kamen die sieben Minuten des Sven Pauritsch. Mehr oder weniger mit dem ersten Ballkontakt traf er gleich das erste Mal ins Netz. Es folgte ein bemerkenswerter Dreierschlag in der 83., 84. und 85. Minute, als er dem Gegner aus dem Bochumer Osten endgültig das Leben aushauchte und praktisch im Alleingang auseinander nahm.

Dabei soll dieses 9:0 nur der Auftakt zu einer Saison sein in der beim SuS erwartet wird, dass man mit dem Abstieg - im Gegensatz zu den Vorjahren - nichts zu tun haben wird. "Michael Schröder hat schon im letzten Jahr gute Arbeit geleistet, der Klassenerhalt war eine große Leistung von Trainer und Mannschaft", erklärt der zweite Geschäftsführer Wolfgang Klein. Mit einem verstärkten Kader (neun Neuzugänge, davon sieben mit Bezirksliga-Erfahrung) peilt man nun höhere Tabellenregionen an, weit entfernt vom 13. Rang und damit letztem Nichtabstiegsplatz der Vorsaison. Ins gleiche Horn stößt auch der Trainer, der in sein zweites Jahr in Wilhelmshöhe geht. "Wir wollen mit den ersten Fünf mithalten, mittelfristig, also so in zwei bis drei Jahren, wollen wir dann auch um den Aufstieg mitspielen." Mit der Leistung seiner Elf ist er natürlich auch zufrieden gewesen, seine Mannschaft habe "genau das umgesetzt", was er gefordert habe.

Sven Pauritsch war dabei der große Sieger unter den Gewinnern. Vor wenigen Tagen erst aus einem zweiwöchigen Urlaub zurückgekehrt, hatte er noch mit konditionellen Defiziten zu kämpfen und wurde erst einmal im Spiel der zweiten Elf (Kreisliga C3) gegen den TuS Heven III eingesetzt. Dort spielt er 19 Minuten, sein anschließender Einsatz in der ersten Mannschaft war "eigentlich gar nicht eingeplant. Doch er hat sich dafür auf eine schöne Weise bei mir bedankt", freut sich Schröder. Seinen Stammplatz aus der vergangenen Saison werde der Goalgetter damit wohl wiederhaben, denn trotz der schwachen Abwehr des Gegners müsse man vier Buden erstmal schießen. Rot-Weiß Stiepel wird ihn beim Duell zum Rückrunde-Auftakt wohl besonders im Auge behalten.

Autor: Sven Heimes

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