Anthony Losilla wird den VfL Bochum als Kapitän aufs Feld führen. Die Bochumer spielen zuhause gegen den Karlsruher SC. Patrick Fabian ist verletzt.

VfL Bochum

Losilla übernimmt Kapitäns-Amt

Ralf Ritter
22. April 2016, 13:24 Uhr
Foto: firo

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Anthony Losilla wird den VfL Bochum als Kapitän aufs Feld führen. Die Bochumer spielen zuhause gegen den Karlsruher SC. Patrick Fabian ist verletzt.

Noch ist [person=1403]Patrick Fabian[/person] gar nicht operiert an seinem gerissenen Kreuzband, da hat er Trainer Gertjan Verbeek seinen ungebändigten Ehrgeiz einmal mehr deutlich gemacht. Der Kapitän fragte den Coach, wo das Wintertrainingslager stattinden soll, verriet Verbeek. Spanien? Türkei? Eigentlich schnuppe. „Dann“, sagte Fabian demnach, „will ich dabei sein“.

Sein vierter Kreuzbandriss hat die Woche beherrscht beim VfL, keine Frage. „Es tut mir natürlich sehr leid, wenn sich ein Spieler so schwer verletzt. Aber Patrick weiß, was er tun muss, er hat die richtige Einstellung“, sagte Verbeek.

Der Coach setzt auf „den Ehrgeiz, weiter oben dran zu bleiben, der vierte Platz ist immer noch drin“. Eine Anmerkung zur von ihm angestoßenen Zuschauerdebatte konnte sich der Coach nicht verkneifen. „Wir werden agieren. Diejenigen, die immer kommen, wissen das. Die, die nicht kommen, sollten mal vorbeikommen. Dann wissen sie es auch.“ Bisher allerdings sind erst 11000 Karten verkauft.

Die gleiche Elf wie auf St. Pauli

Als Kapitän wird Anthony Losilla auflaufen. „Ich glaube, Patti würde es richtig helfen, wenn wir am Freitag auch für ihn gewinnen und am Ende auf Platz vier landen“, sagte der Mittelfeldspieler. „Aber das Spiel gegen den KSC wird wahnsinnig schwer.“ Richten soll es die gleiche Elf wie auf St. Pauli, lediglich Malcolm Cacutalua verteidigt für Fabian. In den Kader rückt wohl Talent Gökhan Gül, eventuell ersetzt zudem Jan Simunek (Verbeek: „Er hat zwei Tage schmerzfrei trainiert“) David Niepsuj.

Erneut nicht dabei sein wird [person=311]Tobias Weis[/person]. Sein Vertrag läuft noch bis 2017, doch unter Gertjan Verbeek hat der Mittelfeldspieler keine Chance, sich zu zeigen. Kein Einsatz in diesem Jahr, in den letzten acht Partien zählte er - nur zum Teil verletzungsbedingt - nicht mal zum Kader. Weis, ein ehrgeiziger Spieler, der oft klare Worte findet und im Training einmal mit Co-Trainer Jens Rasiejewski aneinander geriet, wird also wie berichet vermutlich den Klub verlassen im Sommer. Direkt bestätigt er das nicht. Er drückt es gegenüber der WAZ so aus: „Ich habe den Film Eddie the Eagle gesehen, deshalb glaube ich hier an meine Chance.“

Damit spielt Weis auf eine Äußerung von Gertjan Verbeek an, der nach dem 1:3 in Leipzig gegenüber Journalisten das Aufstiegs-Thema als keinesfalls erledigt erklärt hatte: „Schau Dir Eddie the Eagle an. Alles ist möglich.“ Der Film handelt von dem Skispringer, der 1988 als erster Brite bei den Winterspielen von der Schanze sprang.

Autor: Ralf Ritter

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