Am vergangenen Samstag feierte Onur Bulut seinen 22. Geburtstag.

VfL

Bulut von der Entwicklung seiner Nachfolger sehr angetan

21. April 2016, 13:54 Uhr
Foto: firo

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Am vergangenen Samstag feierte Onur Bulut seinen 22. Geburtstag.

Auch wenn das Fest durch die Niederlage am Millerntor und die schwere Verletzung seines Kollegen Patrick Fabian getrübt wurde, kann Bochums Eigengewächs für sich in Anspruch nehmen, den Sprung aus der Jugend des VfL in die Stammformation seines Klubs geschafft zu haben. Und mit großer Freude sieht er, dass er wohl nicht der letzte aus dem eigenen Stall sein wird, der die gute Jugendarbeit des VfL unterstreicht. Onur Bulut: „Für junge Talente ist der VfL derzeit eine gute Adresse.“

Onur Bulut weiß selbst, dass der Sprung vom Nachwuchs in den Seniorenbereich ein Kraftakt ist. „Ich habe noch in der U23 gespielt. Das hat mir richtig gut getan. Aber ich glaube, dass der jetzige Weg der effizientere ist.“ Bulut begründet dies auch: „Früher waren es gewaltige Wege zwischen der U23 und den Profis. Jetzt sind die Top-Talente täglich bei den Profis und lernen deswegen auch viel schneller. Auch, weil sie gemeinsam in den vielen Testspielen heranreifen können.“

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Onur Bulut hat dafür ein wenig länger gebraucht, ist deshalb davon überzeugt, dass vielleicht schon im nächsten Jahr die ersten Youngster zum Einsatz kommen werden. „Ich glaube, dass es nicht viele Vereine in Deutschland gibt, wo so viele junge Talente schon im Profikader integriert sind. Ich erlebe fast täglich, welche Fortschritte sie machen. Sie sind unheimlich motiviert.“ Onur Bulut, selbst gerade 22 Jahre alt, glaubt sogar: „Sie sind jetzt schon ein wenig weiter als ich im gleichen Alter.

Dennoch kann er mittlerweile davon ausgehen, auch im nächsten Jahr Leistungsträger auf der rechten Außenbahn zu bleiben. Dabei fing die Saisonvorbereitung im letzten Sommer eigentlich so an, wie die letzten Jahre für ihn geendet hatten – in jedem Spiel auf einer anderen Position. Bulut blickt zurück: „Gestartet bin ich zum Beginn der Vorbereitung auf der Zehner-Position. Habe dann rechter Verteidiger gespielt.“

Doch zum Glück für den gebürtigen Sauerländer probierte ihn Gert-Jan Verbeek dann in einem Testspiel auf der rechten offensiven Außenbahn aus – eine Position, die er fortan verteidigte und auch am Freitag im Heimspiel gegen Karlsruhe einnehmen wird. Onur Bulut: „Ich fühle mich auf dieser Position sehr wohl und ich spürte, dass ich von Woche zu Woche ein besseres Gefühl dafür bekam, was ich im Spiel daraus machen muss.“

Bulut „machte“ daraus bisher eine ganze Menge. Vier Tore und fünf Vorlagen sind kein schlechter Wert, auch wenn er eingesteht: „Das eine oder andere Tor hätte ich mehr machen müssen.“ Der Mittelfeldspieler, der einen Vertrag bis zum Sommer 2017 besitzt und der seit acht Jahren das VfL-Trikot trägt, hat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Bulut: „In der Jugend bin ich als Sechser zum VfL geholt worden, habe dann lange Zeit Innenverteidiger gespielt. Aber aufgrund meiner überschaubaren Größe und Statur fehlt mir da doch ein wenig. Da bin ich auf rechts besser aufgehoben.“

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