Lange sah es nicht so aus, als sollte dies der Abend des Marco Reus werden:

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BVB folgt den Bayern souverän ins Finale

sebastian Weßling
20. April 2016, 22:22 Uhr
Foto: firo

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Lange sah es nicht so aus, als sollte dies der Abend des Marco Reus werden:

Der Nationalspieler von Borussia Dortmund spielte im DFB-Pokalhalbfinale bei Hertha BSC Berlin unkonzentriert. Und unpräzise, ließ beste Chancen liegen – schoss dann aber das 2:0 und bereitete den Endstand von 3:0 vor, der dem BVB den Einzug ins Pokalfinale am 21. Mai gegen den FC Bayern München sicherte.

Etwas überraschend hatte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel den wechselwilligen Ilkay Gündogan zunächst auf die Bank gesetzt, auch Sokratis musste draußen bleiben – und Pierre-Emerick Aubameyang fehlte wegen einer Knochenabsplitterung im Zeh. Ansonsten spielte die nominell beste Elf – die sich aber zunächst schwer tat: Dortmund hatte zwar deutlich mehr vom Spiel, drängte die Hertha weit in deren Hälfte, fand aber keine Lücke gegen Berliner, die sich nur aufs Verteidigen beschränkten.

Die erste Torchance nach 21 Minuten aber brachte dann gleich das erste Tor: Henrikh Mkhitaryan spielte Shinji Kagawa auf der rechten Seite frei, der legte zurück auf Reus. Dessen Schuss wurde am Elfmeterpunkt noch geblockt, doch aus dem Rückraum rauschte Gonzalo Castro heran und drosch den Ball genau in den Winkel (21.). Vier Minuten später hätte Reus dann auf 2:0 erhöhen müssen – nach Schmelzers Hereingabe aber schoss er aus elf Metern völlig freistehend über das Tor.

Doch Dortmund blieb am Drücker: Mkhitaryan schoss einen direkten Freistoß aus 25 Metern neben das Tor (30.), Schmelzer konnte einen feinen Mkhitaryan-Pass alleine vor dem Tor nicht sauber kontrollieren und wurde noch geblockt (41.) und Herthas Torhüter Jarstein wehrte Reus’ Schuss aus 25 Metern zur Ecke ab (43.).

Fast aus dem Nichts hätten die Hausherren dann kurz vor der Pause den Ausgleich erzielt: Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Mats Hummels flankte Mitchell Weiser in den Strafraum, wo Jens Hegeler aus wenigen Metern zum Abschluss kam – aber den Ball genau auf Bürki brachte.

Auch die zweite Halbzeit begann der BVB dominant, Mkhitaryan verfehlte von der Strafraumgrenze das Tor nur knapp (50.). Dortmund hatte die Partie weiterhin im Griff, kam aber nur selten zu Chancen – und nutzte diese dann nicht konsequent: Reus etwa lief gemeinsam mit Kagawa auf einen Berliner Verteidiger zu, brachte seinen Pass aber nicht an den Mann (60.). Und Ramos scheiterte ebenso wie Castro am herausragend reagierenden Jarstein (68./70.).

Beinahe hätte sich das gerächt, doch Salomon Kalou verfehlte das BVB-Tor nach Weisers Flanke knapp – und fast im Gegenzug ging Kagawa auf der rechten Seite davon, bediente den mitgelaufenen Reus und der schoss aus zehn Metern zum 2:0 ein (75.). Und wenig später legte Reus frei vor dem Tor ab auf Mkhitaryan, der schob locker zum 3:0 ein (83.) – es war die endgültige Entscheidung in einem einseitigen Spiel.

Autor: sebastian Weßling

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