Glücklich und zufrieden, aber nicht ausgelassen war der Gemütszustand der RWE-Akteure und Funktionäre nach dem 3:2-Sieg gegen Alemannia Aachen.

Rot-Weiss Essen

Erleichterung nach dem Aachen-Sieg

Maximilian Villis
18. April 2016, 17:10 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Glücklich und zufrieden, aber nicht ausgelassen war der Gemütszustand der RWE-Akteure und Funktionäre nach dem 3:2-Sieg gegen Alemannia Aachen.

Dabei war Verteidiger Philipp Zeiger, der das frühe 1:0 erzielte, vor allem mit der Chancenausbeute zufrieden: „Das war ein gutes Spiel. Gegen Aachen muss man erst einmal drei Tore erzielen. In der jetzigen Situation ist es aber einfach nur wichtig, dass wir gewonnen haben.“ Sein schnelles Tor sah Zeiger dabei als Knackpunkt für das Spiel. „So ein frühes Tor macht alles einfacher. Das hat uns den Druck genommen und ordentlich Auftrieb gegeben. Letztendlich haben wir die Partie auch verdient gewonnen.“

Dass die Essener sich auch nach den Gegentoren nicht unterkriegen ließen, sondern vielmehr weiter nach vorne spielten und sich gegen die Offensivbemühungen der Aachener stemmten, sah Zeiger als Fortschritt an: „Es war ganz stark von uns, dass wir auch nach den Gegentoren weiter gespielt haben. Dass man dann natürlich nicht nur auf ein Tor spielt, ist auch klar.“ Trotzdem behielt RWE die Ruhe, was den Essener Abwehrchef insgesamt zufrieden stellte: „Wir sind nie unruhig geworden, auch nicht nach den Gegentreffern. Natürlich ist auch etwas Glück dabei, wenn wir in der letzten Minute einen Ball von der Linie kratzen, aber das muss dann eben auch mal auf unserer Seite sein.“

Ähnlich wie Zeiger sah es RWE-Präsident Michael Welling, dem die Freude und Erleichterung nach dem Erfolg gegen Aachen deutlich anzusehen war. In eine Analyse der Partie wollte er aber nicht einsteigen und beließ es dabei, einfach nur den Sieg zu genießen: „Wir haben gegen Aachen gewonnen und der Rest ist scheißegal.“ Trotzdem wird man im gesamten RWE-Lager gesehen haben, dass sich so einige Dinge wieder zu Gunsten der Essener gedreht haben. Wobei alle Beteiligten den Anschein machten, dass dieser Erfolg zwar gerne genommen wird und auch einen wichtigen Stellenwert bekommt, ohne dabei aber, den Blick für die Realität zu verlieren.

Anders die Gemütslage bei der Alemannia. Ähnlich wie sein Trainer Fuat Kilic, der ebenfalls das Verhalten bei den Standards kritisierte, sah es Verteidiger Maximilian Rossmann. „Wir haben wieder einmal unsere Schwäche bei Standards gezeigt und waren da nicht hellwach. Das ist so nicht akzeptabel.“ Auch Mannschaftskollege Jannik Löhden schlug in die gleiche Kerbe: „Am Anfang fehlte uns die Konzentration. Der frühe Rückstand hat uns dann das Genick gebrochen. Fußballerisch haben wir eigentlich eine gute Partie gemacht, aber solche Fehler dürfen uns nicht passieren.“

Autor: Maximilian Villis

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