Rot-Weiss Essen hat mit dem 3:2-Sieg gegen Alemannia Aachen einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf eingefahren.

RWE

"Wir haben gewonnen, der Rest ist scheißegal"

Maximilian Villis
17. April 2016, 18:20 Uhr
Foto: Gohl

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Rot-Weiss Essen hat mit dem 3:2-Sieg gegen Alemannia Aachen einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf eingefahren.

Wir sprachen im Anschluss der Partie mit den Beteiligten.

Sven Demandt (Cheftrainer RWE): Ich bin froh, dass wir die drei Punkte geholt haben. Das war insgesamt ein verdienter Sieg, auch wenn man gesehen hat, dass wir immer noch nicht so stabil sind. Nach der Halbzeit war die Angst vor einer Niederlage größer als die Freude auf einen Sieg. Trotzdem machen wir dann das 3:1. Es war ein typisches Derby. Mit fünf Tore können auch die Zuschauer zufrieden sein, bei denen ich mich im Namen der Mannschaft für die Unterstützung bedanken möchte. Es ist aber immer noch eng und eine schwierige Situation. Wir haben unsere Ausgangslage verbessert, mehr aber auch nicht."

Fuat Kilic (Cheftrainer Alemannia Aachen): Wir haben uns vorgenommen, kompakt zu stehen und geraten dann durch unnötige Fouls in Rückstand. Das hat Essen in die Karten gespielt. Es ist nicht zu akzeptieren, dass wir über zwei Standards in Rückstand geraten, zumal wir das aufgrund der letzten Gegentore trainiert haben. Wir machen zu oft die gleichen Fehler und dadurch entsteht auch die Situation, in der wir gerade sind. Meiner Mannschaft kann ich in der Art und Weise des Auftretens aber keinen Vorwurf machen. Unser taktisches Fehlverhalten hat dafür gesorgt, dass wir verloren haben."

Michael Welling (Präsident RWE): Wir haben gewonnen, der Rest ist scheißegal. Heute hatten wir auch das Glück, was uns in letzter Zeit oft gefehlt hat und so kratzen wir auch in der letzten Minute mal einen Ball von der Linie."

Philipp Zeiger (RWE): In der jetzigen Situation ist es einfach nur wichtig, dass wir gewonnen haben. Die frühen Tore haben uns natürlich auch etwas den Druck genommen. Es war stark, wie wir auch nach den Gegentoren weiter gespielt haben. Dass man dann nicht nur auf ein Tor spielt ist auch klar, aber wir sind nicht unruhig geworden."

Jannik Löhden (Alemannia Aachen): "Am Anfang hat uns die Konzentration gefehlt. Der frühe Rückstand hat uns dann das Genick gebrochen. Fußballerisch war das keine schlechte Partie, aber solche Fehler wie bei den Standards dürfen uns nicht passieren. Zudem hat uns die Zielstrebigkeit gefehlt. Unsere wenigen Chancen müssen wir dann nutzen und insgesamt resoluter verteidigen."

Maximilian Rossmann (Alemannia Aachen): "Bei den Standards waren wir wieder mal sehr schwach, das darf uns nicht passieren und ist nicht akzeptabel. Positiv ist aber, dass wir nicht aufgegeben haben und das 2:1 gemacht haben. Dann kriegen wir durch das 1:3 wieder einen in die Fresse. Insgesamt ging das für Essen zu einfach und dann ist man auch nicht berechtigt, so ein Spiel zu gewinnen."

Autor: Maximilian Villis

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