Schalkes scheidender Manager Horst Heldt beklagte nach der 0:3-Klatsche beim FC Bayern die seiner Meinung nach heftige Einmischung seines Nachfolgers.

Schalke

Manager Heldt nagelt gegen Nachfolger Heidel

Andreas Ernst
17. April 2016, 08:57 Uhr
Foto: firo

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Schalkes scheidender Manager Horst Heldt beklagte nach der 0:3-Klatsche beim FC Bayern die seiner Meinung nach heftige Einmischung seines Nachfolgers.

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit beim FC Schalke 04 holte Sportvorstand Horst Heldt noch einmal zu einer Wutrede aus - es traf aber nach der 0:3-Klatsche beim FC Bayern nicht etwa die Mannschaft oder Trainer André Breitenreiter. Heldt kritisierte seinen Nachfolger Christian Heidel scharf.

"Für mich ist es nicht in Ordnung, dass Leute, die noch nicht auf Schalke tätig sind, sich permanent über Schalke äußern", erklärte Heldt wütend und ergänzte: "Ich habe letztens gehört, dass Christian Heidel gesagt hat, dass er ab 16. Mai voll und ganz für Schalke zuständig ist. Mit mir hat noch keiner gesprochen und ich habe einen Vertrag bis zum 30. Juni." Im Gespräch mit DerWesten hatte sogar Schalke-Boss Clemens Tönnies bestätigt, dass Heidel bereits im Juni auf Schalke einsteigt.

Störfeuer von außen helfen keinem
Horst Heldt

Doch nicht nur die Diskussion über den Arbeitsbeginn störte Heldt. "Ich erbitte mir Ruhe im Endspurt der Bundesliga", sagte Heldt und richtete sich direkt an Heidel: "Man muss irgendwann mal erkennen, wann es wichtig ist, sich auf das zu konzentrieren, worauf es ankommt. Und das sind die Spiele. Störfeuer von außen helfen keinem. Die Zukunft sollte man in der Zukunft behandeln - zumindest öffentlich. Was intern behandelt wird, muss intern bleiben."

Heidel übernimmt auf Schalke den Posten als "Vorstand Sport und Kommunikation"

Der aktuelle Mainzer Manager Heidel übernimmt von Heldt den Posten als "Vorstand Sport und Kommunikation". In den vergangenen Tagen hatte Heidel mehrfach bestätigt, sich schon jetzt mit der Schalker Zukunft zu beschäftigen. Heldt hat Heidel in mehreren Gesprächen alle wichtigen Informationen mitgeteilt. "Das findet statt, und das ist auch im Sinne von Schalke 04", sagte Heldt und leistete sich einen letzten Seitenhieb gegen Heidel: "Trotz alledem sollte sich jetzt jeder bis zum Ende der Saison auf das konzentrieren, wofür er verantwortlich ist. Ich bin für Schalke 04 verantwortlich, andere für andere Vereine."

Autor: Andreas Ernst

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