Auf seiner Abschiedstour in der Regionalliga hat der FC Kray sich am Dienstagabend wieder einmal nicht belohnt.

Niederlage in Ahlen

FC Kray schlägt sich selbst

Dietmar Mauer
13. April 2016, 13:08 Uhr
Foto: Deutzmann

Foto: Deutzmann

Auf seiner Abschiedstour in der Regionalliga hat der FC Kray sich am Dienstagabend wieder einmal nicht belohnt.

81 Minuten lang sah es so aus, als sollten die Krayer als Gegenleistung für die lange Anfahrt nach Siegen zumindest einen Punkt als Lohn mitnehmen. Ein Nicht-Abstiegsplatz wäre zwar auch dann weiterhin in unerreichbarer Ferne geblieben, doch dem Selbstbewusstein des Teams von Trainer Stefan Blank hätte es mit Sicherheit gut getan. „Die Anfangsphase haben wir verschlafen“, kritisierte Krays Trainer Stefan Blank. Und dennoch: Wäre Phillip Meißner nicht zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, die Ahlener wären wohl ohne Torerfolg in die Pause gegangen. So unterlief dem Krayer Abwehrspieler aber ein Eigentor. Als die Zuschauer sekündlich mit dem Pausenpfiff rechneten, kamen die Gäste aber wieder zurück. Marius Müller wand sich im Ahlener Strafraum um seinen Gegenspieler. Dieser wusste sich nur mit einem Foul zu helfen. Ömer Akman trat zum Elfmeter an und glich aus.

[infobox-right]Ahlen: Stauder – Heermann, Wolff (46. Meschede), Weiler, Dahlhoff – Fiore, Hönicke – Yilmaz, Darwiche (46. Ivancicevic), Schaffer – Marzullo (69. Yildirim)
Kray: Kunz, G. Tomasello, A. Tomasello (85. Ilbay), Mengert, Meißner, Steuke, Akman (46. Waldoch), Elouriachi (70. Bluni), Kehrmann, Kadiu, Müller.
SR: Lennart Brüggemann. Tore: 1:0 Schaffer (14.), 1:1 Akman (45., Foulelfmeter), 2:1 Yilmaz (81.). Z: 815. GK: Weiler, Yilmaz – Akman, Waldoch, Müller, Kehrmann [/infobox]

Zur Pause blieb der Torschützen allerdings in der Kabine. Nach mehreren Fouls und einer gelben Karte wollte Stefan Blank kein Risiko eingehen. Die Ahlener reagierten nach der Pause auf den Ausgleichstreffer. „Sie haben uns schon stark unter Druck gesetzt und waren besonders bei Standardsituationen gefährlich.“

Mit Glück und Geschick hielten die Krayer das Unentschieden. Die sich bietenden Kontermöglichkeiten spielten sie aber nicht bis zu Ende konsequent aus. Den einen Punkt hatten sie aber ja noch in der Hand. Bis zur 81. Minute. Dann kassierte das Team von Stefan Blank einen kuriosen Gegentreffer – nicht den ersten in dieser Saison. Torwart Philipp Kunz schoss einen Gegenspieler an. Es war Ahlens Cihan Yilmaz, der sich mit dem 2:1 für Rot Weiss bedankte. „Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Ahlener Erfolg wohl auch in Ordnung, aber wenn man sich solche Fehler erlaubt wie wir, kann man sich auch nicht belohnen“, so Blank.

Autor: Dietmar Mauer

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