Die meisten haben den TuS Erndtebrück im Kampf um den Klassenerhalt bereits abgeschrieben, doch nach dem 1:0-Sieg gegen RWE scheint für den Aufsteiger alles wieder offen zu sein.

Erndtebrück

Ex-Essener will das Unmögliche möglich machen

13. April 2016, 12:19 Uhr
Foto: Micha Korb

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Die meisten haben den TuS Erndtebrück im Kampf um den Klassenerhalt bereits abgeschrieben, doch nach dem 1:0-Sieg gegen RWE scheint für den Aufsteiger alles wieder offen zu sein.

Denn nach nun drei Siegen in Serie haben sich die Wittgensteiner wieder an das rettende Ufer herangekämpft. Auch wenn die Mannschaft von Trainer und Manager Florian Schnorrenberg bereits mehr Spiele absolviert hat als die Konkurrenz, der aktuelle Trend spricht für den TuS Erndtebrück. So sieht das auch der ehemalige Essener Rot-Weisse Tim Treude, der seit Saisonbeginn am Pulverwaldstadion unter Vertrag steht: "Das kommt zwar spät, aber nicht zu spät. Warum sollten wir diese Phase nicht nun in die letzten Spiele mitnehmen? Die Stimmung ist jetzt besonders gut und wir sind guter Dinge, das Unmögliche möglich zu machen."

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Zwei Heimspiele gegen den BVB II und Köln II, sowie zwei Auswärtsspiele in Wiedenbrück und Rödinghausen stehen für den TuS nun auf dem Plan. Es ist ein durchaus machbares Restprogramm, auch wenn ein Saisonfinale mit sieben Siegen zum Schluss unwahrscheinlich erscheint. Treude: "Bei fünf Absteigern würde es natürlich schwierig, aber so haben wir eh nicht gerechnet. Nach dieser starken Serie sind wir auf einmal wieder mittendrin." Zumal ja auch noch der Klassenerhalt über ein Hintertürchen winken könnte, sofern der 1. FC Köln seine U21 vom Spielbetrieb abmeldet oder die U23 der Fortuna Düsseldorf durch einen Abstieg der Zweitligamannschaft in die Oberliga zwangsabsteigen muss.

Und im Endeffekt interessiert die Erndtebrücker nicht, ob der Ligaverbleib am Ende durch vermeintlich unverdiente Siege, wie dem gegen RWE, zustande gekommen ist. Für den gebürtigen Wingeshausener, der in der vergangenen Saison im rot-weissen Dress der Essener 23 Spiele absolviert hatte, war es gerade gegen diesen Gegner ein ganz besonderes Gefühl. Treude: "Essen hatte mehr Chancen und mehr Ballbesitz, aber wir haben jeder für den anderen gekämpft, daher fühlt sich das natürlich super an."

Siegtorschütze Marko Andrijanic, der nach einem Foul von Niclas Heimann an Robin Schmidt vom Punkt traf, fasste es nach Abpfiff treffend zusammen: "Es war glücklich, aber wir haben drei Punkte. Wenn wir am Ende drinbleiben, interessiert das keinen mehr."

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