Schon klar: Borussia Dortmund ist auf dem Weg nach Liverpool zum Europapokal-Viertelfinale. Aber der BVB wird auch am heutigen Mittwoch in Velbert bei einem wichtigen Spiel zu Gast sein: Mit seiner U 23.

SSVg Velbert

Der BVB II kommt

Ulrich Tröster
13. April 2016, 08:37 Uhr
Foto: Ketzer

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Schon klar: Borussia Dortmund ist auf dem Weg nach Liverpool zum Europapokal-Viertelfinale. Aber der BVB wird auch am heutigen Mittwoch in Velbert bei einem wichtigen Spiel zu Gast sein: Mit seiner U 23.

Die SSVg Velbert empfängt nämlich um 18 Uhr in der Christopeit-Sport-Arena die Reserve des mehrfachen Deutschen Meisters und Pokalsiegers aus Dortmund in der Regionalliga West. Das Duell mit den Schwarz-Gelben hat für die Blauen eine erhebliche Bedeutung. Zum einen ist es das erste Spiel unter der Leitung des neuen Trainers Michael Lorenz, der sich einen guten Einstand wünscht. Zugleich ist es die Chance, im Kampf um den Klassenerhalt zu punkten. Die SSVg steht auf einem Abstiegsplatz und muss dringend Zählbares holen.

Das ist allerdings kein Grund für Lorenz, sich gleich mit markanten Sprüchen, voreiligen Versprechungen oder Forderungen wie „Heute zählt nur ein Sieg“ einzuführen „Gerade gegen einen Gegner wie die U 23 von Borussia Dortmund sollten wir schön bescheiden bleiben. Das ist für uns ein Spiel gegen Profis — die wollen wir ärgern“, sagt der Trainer. Die einzige Versprechung, die er dabei macht: „Meine Mannschaft wird alles dafür tun und dabei versuchen, die Zuschauer mit zu nehmen.“
Denn der Gegner mit dem großen Namen hat auch große Qualität. „Das ist eine hervorragend ausgebildete, talentierte Mannschaft auf höchstem Regionalliga-Niveau. Besonders die Offensive mit Leuten wie Marvin Duksch oder Michael Eberwein hat Klasse“, weiß Michael Lorenz.
Nachdem sie recht schleppend in die Saison gekommen waren, sind die Borussen kräftig durchgestartet — besonders, nachdem sie im November den Trainer ausgetauscht hatten. Für David Wagner kam der auch in Velbert noch bestens bekannte Daniel Farke. Als die SSVg 2012 zum ersten Mal den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, musste sie zwei Entscheidungsspiele gegen den SV Lippstadt bestreiten, Trainer der starken Westfalen war damals Farke, der nun auch in Dortmund zeigt, was er drauf hat.

In den ersten sieben Spielen unter seiner Regie bleiben die Borussen ungeschlagen und etablierten sich in der gehobenen Tabellenregion. Zuletzt holten sie durch die Siege über Rödinghausen (5:1) und Verl (3:0) sechs Punkte in vier Tagen, erzielten dabei acht Tore und kletterten auf Platz sechs. Aber auch die SSVg hat ja zuletzt wieder überzeugt, gewann am Freitag mit 3:2 bei Alemannia Aachen und will darauf gegen die Borussen aufbauen.

Autor: Ulrich Tröster

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