Ein Bericht in der

SV Hö.-Nie.

Existenz des Vereins ist gesichert

Krystian Wozniak
12. April 2016, 16:36 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Ein Bericht in der "Rheinischen Post" sorgte beim SV Hönnepel-Niedermörmter für große Verwunderung.

Die Zeitung hatte von einem schwarzen Freitagabend für den SV Hö.-Nie. berichtet. An diesem Tag stand die Jahreshauptversammlung auf dem Programm und hier sollte ein Nachfolger für den aktuellen ersten Vorsitzenden Mario van Bebber gewählt werden. Heinz-Willi Smalders galt als aussichtsreicher Kandidat. Doch er hatte kurzfristig seine Bewerbung zurückgezogen. Da an diesem Abend letztendlich kein Nachfolger für van Bebber gewählt wurde, berichteten Medien plötzlich, dass die Existenz des Vereins bedroht sei. Im Gespräch mit RS stellen van Bebber und dessen Vorgänger sowie Hönnepels Sponsor Alexander Kehrmann den Sachverhalt klar.

Alexander Kehrmann:
"Ich muss sagen, dass ich mich über die Berichterstattung sehr gewundert habe. Manche Passagen wurden ja mittlerweile korrigiert. Da war sogar die Rede davon, dass ich als Sponsor ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Das ist nicht richtig und einfach unwahr! Die Existenz des Vereins ist ebenfalls nicht bedroht. Fakt ist, dass es aufgrund von internen Reibereien am Freitag nicht dazu kam, dass ein neuer erster Vorsitzender gewählt wurde. Wir werden alle gemeinsam in Zukunft mehr miteinander sprechen müssen und die Kommunikation verbessern. Dann wird so etwas auch nicht mehr passieren. Am 6. Mai findet eine erneute Versammlung statt und ich bin davon überzeugt, dass dann der Nachfolger für Mario van Bebber, der im Juni sein Amt offiziell übergeben wird, auch parat steht.

Mario van Bebber und ich haben mit dem SV Hönnepel-Niedermörmter alles erreicht: Wir waren Oberliga-Meister und standen im Niederrhein-Pokalfinale. Mehr geht einfach nicht. Ich habe dann für mich beschlossen, dass ich das Amt des ersten Vorsitzenden nicht mehr ausüben will. Mario hat das übernommen und die Aufgabe, die wir uns bis dato geteilt haben, unterschätzt. Er ist in einem großen Bauunternehmen tätig und schafft das zeitlich einfach nicht mehr alles unter einen Hut zu bekommen. Deshalb wird auch ein neuer Vorsitzender gesucht. Fakt ist aber auch, dass Mario und ich den Verein weiterhin finanziell unterstützen werden. Der Sponsoren-Plan steht schon. Mit diesem Budget kann der Verein eine ruhige Oberliga-Saison planen. Zuvor müssen wir aber erst einmal den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Das hat Priorität."

Mario van Bebber:
"Am 21. oder 22. März wurde mir mitgeteilt, dass die Personen, die für den Vorstand bestimmt waren, nicht mehr zur Verfügung stehen. Deshalb war das jetzt alles kurzfristig und wir konnten keinen neuen Vorstand auf die Beine stellen. Das wird sich aber bis zum 6. Mai ändern. Davon bin ich überzeugt. Ich habe schon im Januar betont, dass ich meine beruflichen Verpflichtungen und die des Vereins nicht mehr unter einen Hut bekomme. Ich habe eine Familie und zwei Kinder, mit denen ich auch Zeit verbringen will. Als Sponsor werde ich dem Verein, wie auch Alexander Kehrmann, weiter zur Verfügung stehen.

Versammlungsleiter Leo Lamers kündigte an, dass wenn bis zum 6. Mai kein neuer Vorsitzender gefunden werde, dann würde die Auflösung des Vereins drohen. Er hat sich nur an die Regeln und die Satzung gehalten. Deshalb hat er auch diesen Satz ausgesprochen, der sich so ernst und gefährlich anhört. Die Lage ist aber bei weitem nicht so. Das muss man alles relativieren und klar stellen: Wir werden am 6. Mai einen Nachfolger für meine Person präsentieren und wählen."

Autor: Krystian Wozniak

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