Der FC Kray verlor am Samstag zu Hause gegen den TuS Erndtebrück mit 2:4 und kann jetzt wohl endgültig für die Oberliga planen.

FC Kray - Erndtebrück

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Nico Jung
10. April 2016, 09:37 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Der FC Kray verlor am Samstag zu Hause gegen den TuS Erndtebrück mit 2:4 und kann jetzt wohl endgültig für die Oberliga planen.

Während beim FC Kray die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt wohl verloren ist, besteht beim Drittletzten aus Erndtebrück weiter ein Hoffungsschimmer. Nach dem 2:4 haben wir uns in der Kray-Arena auf Stimmenfang begeben.

Kray-Trainer Stefan Blank hat kein schlechtes Spiel seiner Mannschaft gesehen, denkt aber schon an die neue Saison in der Oberliga: "Erndtebrück hat in der ersten Halbzeit versucht, sehr früh anzulaufen. Die Phase haben wir gut überstanden. Dann kriegen wir, obwohl wir schon den Ball haben das 0:1, was nicht passieren darf. Dann haben wir uns kurz geschüttelt und kamen mit dem 1:1 wieder ins Spiel. Aus meiner Sicht waren wir dann bis zur Halbzeit die bessere und spielbestimmende Mannschaft. In der zweiten Halbzeit sind wir raus gekommen und haben fünf bis zehn Minuten gefällig gespielt. Dann hatte Erndtebrück zwei Möglichkeiten, wo wir schon Glück hatten. Dann kriegen wir das 1:2, 1:3, kommen wieder. Jetzt fangen für uns brutale Englische Wochen an und wir gehen jetzt schon auf dem Zahnfleisch. Uns fehlen vier oder fünf Stammspieler, was schwierig aufzufangen ist. Das einzige Gute daran ist, dass wir sehen können, wer sich für die neue Saison zeigt und mit wem wir weiter planen können, damit wir auch in der neuen Seriewieder eine gute Mannschaft auf die Platte bekommen, die oben mitspielen kann. Trotzdem wollen wir noch natürlich so viele Punkte, wie möglich, holen."

Gäste-Trainer Florian Schnorrenberg wusste, dass es zu dem Auswärtssieg auch etwas Glück gebraucht hat: "Wir haben gut begonnen und hatten mehr Ballbesitz als Kray in der Anfangsphase und sind dann folgerichtig in Führung gegangen. Dann hatten wir die Situation, dass uns vielleicht der eine Schritt fehlt, um das 2:0 zu machen. Im Gegenzug steht es 1:1. Ab dem Zeitpunkt hat Kray gezeigt, welche Qualität sie zu Hause haben. In der einen oder anderen Situation hatten wir dann auch das Quäntchen Glück. Wir sind ganz froh gewesen, dass wir mit dem 1:1 in die Halbzeit gekommen sind. In der zweiten Halbzeit war das Spiel sehr ausgeglichen. Die Mannschaft die dann das Tor macht, hat große Chancen zu gewinnen. Das dritte Tor war dann spielentscheidend. Kray kommt trotzdem nochmal zurück, weil wir nicht perfekt verteidigt haben. Dass wir dann noch das 4:2 machen, ist für uns natürlich eine tolle Sache, weil es auch der zweite Sieg hintereinander ist."

Der Krayer Vorlagengeber zum zwischenzeitlichen 1:1 Florian Matk war, genau wie seine Mitspieler, sichtlich niedergeschlagen: "Das ist unterirdisch für uns. Wir sind sehr enttäuscht. Wir waren eigentlich recht gut im Spiel. Dann fressen wir immer sehr dumme Dinger. Spielerisch können wir uns keinen Vorwurf machen. Das gewisse Etwas fehlt. Bei weiten Schüssen fehlt auch manchmal das Glück. Solange rechnerisch noch alles möglich ist, muss man als Fußballer ja sagen, aber um das realistisch zu betrachten, sind wir jetzt abgestiegen. Trotzdem wollen wir weiter jedes Spiel gewinnen."

Der eingewechselte Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:1, Robin Schmidt, sah die höhere Qualität seiner Mannschaft ausschlaggebend für den Auswärtssieg: "Es war ein enges Ding. Beim 1:1 waren wir schon am Drücker, aber auf so einem kleinen Platz geht das ganz schnell. Wir waren von der Qualität her die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Wir haben nochmal alles nach vorne geworfen, weil es nur um den Sieg ging, denn ein Unentschieden hätte gar nichts gebracht. Wir wollten den Sieg am Ende mehr, als Kray. Ich hoffe, dass das jetzt noch so weiter geht. Es liegt nicht in unserer Hand , aber wir versuchen das nächste Spiel auch noch zu gewinnen."

Autor: Nico Jung

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