Nach dem 2:1-Erfolg des RWE in Ahlen äußerten sich einige Protagonisten zu den Vorkommnissen.

RWA - RWE

Böller-Eklat "egoistisch und scheiße"

08. April 2016, 23:26 Uhr
Foto: RS

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Nach dem 2:1-Erfolg des RWE in Ahlen äußerten sich einige Protagonisten zu den Vorkommnissen.

Die rechte Hand Sven Demandts, U19-Trainer Jürgen Lucas, war nach dem wichtigen Dreier zufrieden mit der Vorstellung seiner Truppe: "Wir sind natürlich sehr erleichtert. Es war ein richtiges Kampfspiel, welches äußerst intensiv geführt wurde. Wir haben diesen Kampf zu 100 Prozent angenommen. Leider haben wir es nicht geschafft, frühzeitig den Deckel drauf zu machen. Sicherlich hat uns die Unterbrechung geschadet und uns ein wenig aus dem Konzept gebracht. Nach dem Anschluss-Treffer der Ahlener mussten wir noch einige Minuten zittern, haben in Folge dessen aber leidenschaftlich verteidigt und sind im Endeffekt natürlich froh darüber, dass wir die Punkte mit nach Essen nehmen können."

Michael Welling zeigte sich ob des Verhaltens der Pyro-Chaoten im Gästeblock schockiert: "Diese Aktionen helfen weder der Mannschaft noch dem Verein. Es ist für mich absolut unverständlich, wie sich die Leute, die diese Aktion initiiert haben, über den Verein Rot-Weiss Essen stellen. Gerade in unserer derzeitigen Situation, in der wir mit dem Hintern auf einem Abstiegsplatz stehen und die Mannschaft sich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder vernünftig präsentiert. Jetzt den Erfolg, welcher existenziell wichtig ist, so zu gefährden - das ist egoistisch, das ist scheiße und dafür habe ich einfach null Verständnis."

Auch Leon Binder wollte das Verhalten der Chaoten nicht gut heißen, wenngleich er seiner Mannschaft eine gute Reaktion bescheinigte: "Es war wichtig, die Spannung und die Konzentration hoch zu halten. An die gute Leistung müssen wir am Dienstag anknüpfen. Der Sieg war vor allem für unser Selbstvertrauen gut, dafür ist es egal, wer auf dem Platz oder am Rand steht."

Damir Ivancicevic war nach der Niederlage gegen seinen Ex-Verein und der damit beendeten Serie von acht ungeschlagenen Spielen im Jahr 2016 bedient: "Gerade gegen diesen Gegner ist es für mich bitter. Im Grunde bin ich sehr enttäuscht über diese Pleite. Wir hatten einen guten Lauf, aber wir machen weiter." Über die Vorkommnisse zeigte sich der 26-Jährige schockiert: "Ich habe es auf einmal nur laut knallen hören. Daraufhin schickte der Schiedsrichter uns alle in die Kabine. Es war eine schwierige Situation für alle Beteiligte. Schließlich wusste keiner, ob und wann es überhaupt weiter geht."

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