Die Regularien, in welchem Fall welche Mannschaft am Saisonende eine Liga nach oben klettern darf, sind recht kompliziert. Wir haben Fragen und Antworten.

Amateure

Fragen und Antworten zum Aufstieg

Thomas Kristaniak
07. April 2016, 13:53 Uhr
Foto: Elmar Redemann

Foto: Elmar Redemann

Die Regularien, in welchem Fall welche Mannschaft am Saisonende eine Liga nach oben klettern darf, sind recht kompliziert. Wir haben Fragen und Antworten.

Wer steigt aus der Landesliga auf?
Nach jetzigem Stand nur die Meister der beiden Gruppen, derzeit die Sportfreunde Baumberg (Gruppe 1) und der 1. FC Kleve (Gruppe 2).
Aber vor der Saison hieß es doch, dass es mehr Aufsteiger geben und sogar noch der zweite Platz direkt zum Aufstieg berechtigen könnte.
Könnte er nach wie vor. Momentan spricht aber die Konstellation in der Regionalliga dagegen. Aus dem Gebiet des Fußballverbandes Niederrhein belegen dort derzeit drei Mannschaften (Velbert, RWE, Kray) einen Abstiegsplatz. Gäbe es dort keinen Absteiger vom FVN, dürften sogar noch die Tabellendritten der Landesligen ein Entscheidungsspiel um einen fünften Aufstiegsplatz austragen. Bleibt Velbert oder RWE drin, gäbe es ein Entscheidungsspiel der Landesliga-Tabellenzweiten (zurzeit: SpVgg Sterkrade-Nord und FSV Duisburg); schaffen beide noch den Sprung über den Strich, dürfen beide Vizemeister den Sprung in die Fünftklassigkeit bejubeln.

Wie wird ein eventueller dritter Aufsteiger ermittelt?
Die Entscheidungsspiele sind festgelegt. Der Vizemeister der Gruppe 2 hätte am Mittwoch, 8. Juni, um 19.30 Uhr Heimrecht gegen den Zweiten der Gruppe 1, das Rückspiel ist für den folgenden Sonntag, 12. Juni, um 15 Uhr vorgesehen. Es gilt der Europapokal-Modus.

Hätte ein eventueller Rückzug der zweiten Mannschaft des MSV Duisburg irgendwelche Auswirkungen?
Sollten die Zebras den im Raum stehenden Rückzug vor dem letzten Spieltag vollziehen, würde die Mannschaft von Trainer Manfred Wölpper als erster Absteiger ans Tabellenende gesetzt. Der 15. der Oberliga würde dann die Klasse halten. In der kommenden Saison würde dann ein Platz in der Landesliga formell frei gehalten werden müssen; folglich würde eine der beiden Staffeln nur mit 17 Teams spielen. Zöge der MSV erst nach dem letzten Spieltag zurück, würde die Mannschaft in der kommenden Oberliga-Saison als erster Absteiger gelten.

Was bringt den Bezirksligisten ein zweiter Platz?
Die sechs Bezirksliga-Vizemeister spielen mit zwei Teams aus der Landesliga entweder um einen oder zwei freie Plätze in der Landesliga. Paradox: Während der Abstieg von drei niederrheinischen Mannschaften aus der Regionalliga die Aufstiegshoffnungen der Landesliga-Vizemeister zunichte machen würde, wäre er für die Bezirksliga-Zweiten sogar hilfreich. Bleibt es nämlich bei der derzeitigen Konstellation, würden die sechs Bezirksligisten mit den beiden 14. der Landesliga-Gruppen zwei freie Plätze ausspielen. Wenn es lediglich zwei Regionalliga-Absteiger aus hiesigen Gefilden gibt, sind die 14. der Landesliga gerettet; stattdessen würden die beiden 15. in die Runde mit den Bezirksligisten gehen, die dann aber nur einen freien Platz bieten würde. Der Optimalfall wiederum wäre die Rettung von RWE und Velbert: Dann würden ein Oberliga- und ein Landesligaplatz mehr frei.

Autor: Thomas Kristaniak

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