Nichts ist unmöglich, sagt Christian Hochstätter zwar sinngemäß.

Bochum

So plant der VfL für die Saison 2016/2017

Ralf Ritter
07. April 2016, 09:08 Uhr
Foto: firo

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Nichts ist unmöglich, sagt Christian Hochstätter zwar sinngemäß.

Doch der Sportvorstand des VfL Bochum weiß, dass der Aufstieg „nicht mehr realistisch“ ist bei zwölf Punkten Rückstand auf den Dritten Nürnberg. Nicht in dieser Saison.

In der nächsten soll der siebte Anlauf folgen seit 2010. Die Planungen dafür laufen längst, sie haben mit der Vertragsverlängerung von Kapitän Patrick Fabian bereits Ende vergangenen Jahres Gestalt angenommen. Bereits früh im neuen Jahr haben die Leistungsträger Anthony Losilla, Stefano Celozzi, Timo Perthel ihre Kontrakte um drei bis vier Jahre verlängert, ebenso wie Torwart Felix Dornebusch. Das Gerüst des neuen Kaders also steht, und doch gibt es naturgemäß einige offene Stellen. Ein Überblick.

Tor: Planung mit 4 Keepern
Andreas Luthes Vertrag läuft aus, der Ex-Kapitän wechselt wohl zum FC Augsburg. Manuel Riemann und Felix Dornebusch sind gesetzt, als Torwart Nummer vier soll ein A-Jugendlicher - womöglich Florian Kraft - dauerhaft zu den Profis stoßen. „Wir planen ein Training mit vier Torhütern“, erklärt Hochstätter. Der Junior soll in der U19 Spielpraxis sammeln. Wer „Nummer drei“ werde, so der Vorstand, ob ein eher junger oder ein erfahrener Keeper, sei noch offen.

Abwehr: Werben um Cacutalua
Der Stamm mit Celozzi, Fabian, Bastians, Perthel, auch Simunek bleibt, ebenso wie Wijnaldum. Offen ist die Zukunft von drei Talenten, deren Verträge beim VfL enden. Malcolm Cacutaluas Ausleihe von Bayer Leverkusen läuft nach zwei Jahren aus. „Er hat eine gute Entwicklung genommen“, sagt Hochstätter. Der VfL ist nicht abgeneigt, mit Cacutalua weiterzumachen, Gespräche laufen. Bei Bayer steht er noch bis 2018 unter Vertrag. Pluspunkte sammelte zuletzt Michael Maria, „er hat das gegen Fürth und Leipzig ordentlich gemacht, zumal die linke Abwehrseite nicht seine Position ist“, sagt Hochstätter. Ebenso wie bei Rechtsverteidiger David Niepsuj ist eine Entscheidung aber noch nicht gefallen.

Mittelfeld: Ersatz für Terrazzino?
Im Zentrum bilden Losilla, Hoogland, Eisfeld den Stamm. Bei Janik Haberer endet die Leihe von Hoffenheim. Mit der TSG wolle man Möglichkeiten ausloten, ihn zu halten, erklärt Hochstätter. Ein Rückruf Hoffenheims stünde noch aus. Auch der Vorstand aber rechnet damit, dass Haberer vertragsgemäß zunächst zu Hoffenheim zurückkehren wird. Sein Berater ließ via Bild bereits mitteilen, dass Hoffenheim und andere Bundesligisten Interesse hätten an dem 21-Jährigen.

Dann würde der VfL einen neuen zentralen Mittelfeldspieler verpflichten. Gleiches gilt im Fall Marco Terrazzino, der ablösefrei zu haben ist: Nach ersten Gesprächen herrsche „Stillstand“, so Hochstätter. Man sei an weiterer Zusammenarbeit interessiert. Es sei Terrazzinos Recht, sich nach Alternativen umzusehen, wie es der nach Höherem strebende Techniker jüngst erklärte. „Und es ist unser Recht, Alternativen auszuloten.“ In naher Zukunft soll eine Entscheidung stehen. Tendenz: Terrazzino geht.

Trennen werden sich nach zwei Jahren wohl die Wege vom VfL und Tobias Weis. Der Ex-Nationalspieler, dessen Vertrag bis 2017 läuft, spielt unter Gertjan Verbeek keine Rolle. Hinzu kommt ein Zerwürfnis mit Co-Trainer Jens Rasiejewski.

Bleiben wird Onur Bulut.

Angriff: Bleibt Simon Terodde?
Nando Rafaels Kontrakt läuft aus - der von Simon Terodde nicht. Der Topstürmer hat die Berateragentur gewechselt. „Sports-Total“ ist groß aufgestellt, sondiert den Markt, auch in Englands 2. Liga. Nach der letzten Saison zog es Zweitliga-Torschützenkönig Rouwen Hennings zum FC Burnley. Hochstätter sagt: „Simon Terodde hat einen Vertrag beim VfL bis 2017. Eine Anfrage gibt es nicht.“ Bisher. Käme sie, würde der millionenschwere Verhandlungspoker beginnen. Bei einem Abgang bräuchte Bochum Ersatz.

Weiter zum Kader zählen werden Peniel Mlapa und Arvy Novikovas.

Autor: Ralf Ritter

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