Die Vorbereitung verlief so optimal wie schon lange nicht mehr. Thomas Doll konnte alle Neuzugänge gleich am ersten Trainingstag begrüßen. Außer Alexander Frei, der nach seiner Hüftoperation erwartungsgemäß ausfiel, stand dem Coach nahezu die gesamte Zeit über mit der gesamte Kader zur Verfügung. Das Verletzungspech schlug nur einmal ernsthaft zu: Daniel Gordon musste sich nach einem Riss des Außenmeniskus bei Dr. Jürgen Eichhorn in Straubing operieren lassen. Obwohl die Profis zehn Tage lang in der Schweiz weilten, kam kein Lagerkoller auf. Es wurde intensiv trainiert, die Stimmung war trotzdem klasse, dafür sorgte unter anderem die unterhaltsame Wildwasser-Rafting-Tour. Die Integration der Neuen gelang sowohl auf als auch außerhalb des Spielfeldes.

Der BVB im RS-Test

Prunkstück Offensive

12. August 2007, 15:54 Uhr

Die Vorbereitung verlief so optimal wie schon lange nicht mehr. Thomas Doll konnte alle Neuzugänge gleich am ersten Trainingstag begrüßen. Außer Alexander Frei, der nach seiner Hüftoperation erwartungsgemäß ausfiel, stand dem Coach nahezu die gesamte Zeit über mit der gesamte Kader zur Verfügung. Das Verletzungspech schlug nur einmal ernsthaft zu: Daniel Gordon musste sich nach einem Riss des Außenmeniskus bei Dr. Jürgen Eichhorn in Straubing operieren lassen. Obwohl die Profis zehn Tage lang in der Schweiz weilten, kam kein Lagerkoller auf. Es wurde intensiv trainiert, die Stimmung war trotzdem klasse, dafür sorgte unter anderem die unterhaltsame Wildwasser-Rafting-Tour. Die Integration der Neuen gelang sowohl auf als auch außerhalb des Spielfeldes.

]Die Testspiele[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/750-2786_preview.jpeg Die neue "Nr. 10" bim BVB: Mladen Petric. (Foto: firo)[/imgbox]

FSV Witten –BVB 0:8
Tore: 0:1 Federico (3.), 0:2 Senesie (12.), 0:3 Klimowicz (19.), 0:4 Senesie (36.), 0:5 Klimowicz (38., Foulelfmeter), 0:6 Petric (67.), 0:7 Smolarek (70.), 0:8 Petric (87.)

Young Boys Bern – BVB 0:0
(Bern gewann 3:1 im Elfmeterschießen)

RSC Anderlecht – BVB 1:2
Tore: 1:0 Baseggio (53.), 1:1 Kringe (65.), 1:2 Kuba (86.)

FC Tuggen – BVB 0:8
Tore: 0:1 Valdez (10.), 0:2 Valdez (32.), 0:3 Wörns (38.), 0:4 Kuba (68.), 0:5 Smolarek (77.), 0:6 Degen (83.), 0:7 Kehl (86.), 0:8 Smolarek (87.)

BVB – AS Rom 4:0
Tore: 1:0 Kuba (10.), 2:0 Klimowicz (22.), 3:0 Valdez (65.), 4:0 Valdez (81.)

Stuttgarter Kickers – BVB 4:2
Tore: 0:1 Buckley (3.), 1:1 Vaccaro (7.), 2:1 Vaccaro (11.), 2:2 Tinga (38.), 3:2 Sökler (75.), 4:2 Deigendesch (83.)

BVB -Vitesse Arnheim –4:1
Tore: 1:0 Kuba (16.), 2:0 Smolarek (50.), 3:0 Smolarek (69.), 3:1 Kolk (70.), 4:1 Buckley (80.)

Viktoria Köln – BVB 1:11
Tore: 0:1 Valdez(6.), 0:2 Smolarek (7.), 1:2 Wendt (10.), 1:3 Buckley (12.), 1:4 Smolarek (17.), 1:5 Smolarek (36.), 1:6 Smolarek (42.), 1:7 Amedick (45), 1:8 Klimowicz (69.), 1:9 Klimowicz (71.), 1:10 Nöthe (77.), 1:11 Kuba (89.)

Die Abwehr

Eigentlich sollte die Innenverteidigung aufgrund ihrer Routine ein schwarz-gelbes Prunkstück bilden. Denn Christian Wörns (35) und Robert Kovac (33) sind erfahren genug, um hinten für Ordnung zu sorgen. Im Pokalspiel in Magdeburg offenbarte das Duo aber ungeahnte Schwächen. Wenn diese sich wiederholen sollten, dann wäre Markus Brzenska schneller zurück im Team als er sich das wohl selbst erträumt. Insgesamt ist der BVB bei den Manndeckern gut aufgestellt. Ebenso auf der linken Seite, auf der Leonardo Dede zu den stärksten Akteuren der Liga gehört. Das trifft auf den rechten Part nicht zu. Philipp Degen fehlt weiter die Konstanz, die Alternative Florian Kringe ist kein gelernter Außenverteidiger und fühlt sich vorne links weitaus wohler.

Das Mittelfeld

Auf der sogenannten Sechser-Position hat Thomas Doll schon fast die Qual der Wahl, auch wenn er sie nicht wahrnehmen wird. Rückkehrer Sebastian Kehl sorgt nicht nur für Ordnung bei gegnerischen Vorstößen, sondern auch in den eigenen Reihen, da er als Führungsspieler auftritt. Wenn er ausfällt, stehen mit Marc-André Kruska sowie Daniel Gordon verlässliche Vertreter bereit. Beim Blick nach vorne fällt erneut auf, dass die Borussen keine klassische Nummer Zehn in ihren eigenen Reihen haben. Mladen Petric soll in diese Roll schlüpfen und ist dazu bereit. Es wird allerdings noch etwas dauern, bis dem Kroaten die Umstellung gelingt. Auch Giovanni Federico ist kein Regisseur. Der Ex-Karlsruher kann aber auch auf rechts ausweichen, dort wird es für ihn mehr als schwer, am stark auftretenden Kuba vorbei zu kommen. Tinga und Florian Kringe dagegen sind links Möglichkeiten, die beide passen, selbst wenn der Südamerikaner im Moment die Nase vorn hat. Auf jeden Fall wird der BVB variantenreicher und mit mehr Tempo als in der Vorsaison aus dem Mittelfeld agieren.

Der Angriff

Der brummt richtig. Gut, Alex Frei fällt noch rund zwei bis drei Wochen aus, doch dann kann der Schweizer seinem Hobby, Tore zu markieren, wieder nachgehen. Ihm zur Seite wird wohl Ebi Smolarek stehen, der nicht nur als Vorbereiter, sondern auch Vollender glänzen kann. Nelson Valdez wird nicht noch einmal eine so verkorkste Spielzeit wie die letzte absolvieren und häufiger treffen. Darüber macht sich Diego Klimowicz keine großen Gedanken, der Argentinier weiß, dass er seine Tore machen wird, sowohl mit dem Fuß als auch mit dem Kopf. Und im Hintergrund lauert auch noch Delron Buckley, der wie ausgewechselt agiert. Die Abteilung Attacke der Dortmunder wird ihrem Namen zur Ehre gereichen.
Die Stärken

Wenn sich die bisherigen Eindrücke in der Meisterschaft bestätigen, haben sich die Borussen die meisten ihrer Schwachstellen ausgemerzt. Insbesondere die komplette Offensivabteilung verspricht eine Menge Gutes. Zumal sich die Mannschaft nicht alleine aufstellt, denn das Team ist auf allen Positionen doppelt besetzt. Der knallharte Konkurrenzkampf belebt wahrlich das Geschäft. Thomas Doll ist gleichfalls ein Pluspunkt, da er mit seiner offenen, intern aber kompromisslosen Art, für eine Aufbruchstimmung gesorgt hat, die nahezu alle mitzieht.

Die Schwächen

Die hinteren Außenpositionen bereiten leichte Kopfzerbrechen. Wie bereits erwähnt, ist die rechte Seite nicht perfekt besetzt. Hinzu kommt, für Leonardo Dede gibt es im Kader keine echte Alternative. Abzuwarten ist, wie Mladen Petric mit seiner neuen Rolle zurecht kommt. Die bisherigen Protagonisten in der Schaltzentrale wurden ausgeliehen, Steven Pienaar und Nuri Sahin stehen nicht zur Verfügung. Der Ex-Baseler muss also eine Menge Verantwortung übernehmen und wird im Verletzungsfall nur schwer zu vertreten sein.

Die Prognose

Der Auftakt gegen den MSV Duisburg wird ein verdammt hartes Stück Arbeit, dennoch dürften sich die Dortmunder am Ende knapp durchsetzen können. In Schalke hat der BVB nichts zu verlieren, die Gastgeber stehen nach der letzten Derby-Pleite weitaus mehr unter Druck, deshalb wird in der Arena am Ende auch ein Punkt herausspringen. Der wird anschließend gegen Energie Cottbus veredelt. Nach drei Spieltagen stehen die Borussen weit oben. Auf Dauer werden sie sich dort nicht halten können. Das internationale Geschäft wird allerdings erreicht, den Rang fünf ist diesmal auf jeden Fall machbar.

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