Der Tag der offenen Tür herrschte am Sonntag in der Partie zwischen dem TuS Eichlinghofen und Westfalia Gelsenkirchen in der Bezirksliga Westfalen 8.

TuS Eichlinghofen

Tennismatch erfolgreich ausserviert

Hendrik Niebuhr
05. April 2016, 20:21 Uhr
Foto: Tim Müller

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Der Tag der offenen Tür herrschte am Sonntag in der Partie zwischen dem TuS Eichlinghofen und Westfalia Gelsenkirchen in der Bezirksliga Westfalen 8.

Denn in einem völlig verrückten Spiel setzten sich die Dortmunder schlussendlich mit 6:4 durch. "Wenn man es aufs Tennis beziehen möchte, haben wir wohl den ersten Satz gewonnen", konnte sich Eichlinghofens Trainer Reza Hassani eine Prise Galgenhumor nicht verkneifen.

Doch ausschließlich zum Lachen war ihm nicht zumute - denn durch teils katastrophale individuelle Abwehrfehler ließ der TuS den bereits geschlagen geglaubten Gegner wieder zurückkommen. Nach zwei Treffern von Top-Torjäger Hyacinthe Botchack Wendji führte Eichlinghofen bereits mit 2:0, ehe kurz vor der Pause ein überflüssiger Strafstoß die Westfalia wieder ins Spiel brachte. Nach der Pause erhöhten Mohamed Lmcademali per Doppelpack und erneut Wendji binnen zehn Minuten auf 5:1. "Die Tore waren toll rausgespielt, wir haben Sahnefußball gezeigt. Und dann hauen wir uns die Dinger reihenweise selber rein", konnte Hassani das Gesehene kaum fassen. Denn nach einem Fehler sah sich Mirnas Husic zu einer Notbremse gezwungen und kassierte die Rote Karte. Gelsenkirchen verwandelte den zweiten Elfmeter und war zurück im Spiel. "Danach brachen bei uns alle Dämme", musste Eichlinghofens Coach mitansehen, wie sein Team völlig den Faden verlor und nach einem klaren Abseitstor und einem weiteren individuellen Fehler nur noch 5:4 führte. Lmcademali, der ebenfalls seinen dritten Treffer an diesem Tag erzielte, rettete schließlich in der 88. Minute den wackligen Sieg.

19 Tore schoss der TuS nun in den letzten drei Spielen, ein beeindruckender Wert. Doch die eigenen Abwehrprobleme machen Hassani Sorgen. Zuvor konnte Eichlinghofen zudem dreimal in Serie nicht gewinnen, sodass die Mannschaft noch immer dem Acht-Punkte-Rückstand auf Westfalia Langenbochum hinterherrennt. Durch sind die Langenbochumer nach Hassanis Ansicht aber noch nicht: "Wenn sie die nächsten beiden Spiele gewinnen, dann wahrscheinlich schon. Aber bei einem Patzer müssen und wollen wir da sein." Für Langenbochum geht es nämlich nun in den nächsten vier Wochen gegen die Mannschaften von den Plätzen zwei bis fünf. Zudem würde nach derzeitigem Stand der zweite Platz, den derzeit der SSV Buer belegt, der gegen den VfB Waltrop kampflos aufgrund von zu wenigen Spielern gewann, zur Relegation reichen.

Für das Team von Hassani geht es nun am Samstag gegen das abgeschlagene Schlusslicht Eintracht Datteln, das die letzten zwölf (!) Spiele allesamt verlor. Am Sonntag unterlag die bemitleidenswerte Eintracht mit 0:9 bei der SpVg BG Schwerin. Schon zur Halbzeit stand es 0:7 aus Sicht der Dattelner. Dem Eichlinghofener Trainer ist natürlich klar, dass ein Sieg gegen den Tabellenletzten Pflicht ist, wirklich geschmeckt hat ihm das deutliche Ergebnis aber nicht: "Es wäre mir lieber, wenn sie nur 0:1 verloren hätten. Durch das Ergebnis ist es schwer einzuschätzen, wie sie sich am nächsten Spieltag präsentieren werden."

Autor: Hendrik Niebuhr

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