In der Bundesligatabelle bleibt Schalke derzeit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Spitze ist der Klub hingegen in einer anderen Wertung.

DFB-Bericht

Schalke zahlt am meisten an Spielerberater

04. April 2016, 19:05 Uhr
Foto: Firo

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In der Bundesligatabelle bleibt Schalke derzeit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Spitze ist der Klub hingegen in einer anderen Wertung.

Horst Heldt nimmt die Nachricht mit Humor. „Ketzerisch könnte man sagen: Endlich ist Schalke mal Erster!“, scherzte der Manager im Gespräch mit dieser Redaktion.

Rang eins im Spielerberater-Bericht des DFB für die Spielzeit 2015/16: Für Kritiker eine Bestätigung, dass die Schalker zu hohe Personalkosten haben. Die Vermittlungsgebühren, die Schalke an Berater zahlen muss, sind jetzt offiziell Liga-Spitze: Zwischen dem 15. März 2015 und 2016 überwiesen die Königsblauen fast 17 Millionen Euro, sogar mehr als der FC Bayern und Dortmund (siehe Tabelle).

Die Aufstellung will Heldt aber nicht unkommentiert lassen. „Die nackte Tabelle erweckt einen falschen Eindruck. Nicht nur die Honorare bei Spielerkäufen tragen zu der Summe bei, sondern auch die Provisionen bei Vertragsverlängerungen und bei Spielerverkäufen“, hält Schalkes Sportvorstand fest.

Heidel dürfte günstiger wegkommen

Rund die Hälfte der genannten Summe, so schätzt Heldt, sei im vergangenen Jahr aus Schalker Sicht eben so zu erklären: „Wir hatten etwa 50 Millionen Euro an Transfereinnahmen. Doch davon muss man auch viel Geld wieder abgeben. Bei jedem Wechsel verdient auch jemand mit.“ Laut Heldt beläuft sich dieser Anteil auf acht bis zehn Prozent der Ablösesumme.

Außerdem ist seine Vermutung: „Unabhängig vom neuen Manager, der demnächst Christian Heidel heißt, wird Schalke im nächsten Jahr viel weniger bezahlen.“ Es sei denn, S04 tätigt einen großen Transfer, zum Beispiel den Verkauf von Leroy Sané. So lautet Heldts Fazit: „Der Bericht verzerrt total.“

Dass RB Leipzig mit knapp 4,2 Millionen Euro in der 2. Bundesliga weit vorne und auf dem Niveau von Hertha BSC rangiert, dürfte trotzdem nicht von ungefähr kommen

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