Die Kündigungs-Posse zwischen dem KFC Uerdingen und Michael Boris geht in die nächste Runde. Der Ex-Trainer will sich zurück in seinen Job klagen.

KFC Uerdingen

Klagt sich Boris als Trainer wieder ein?

04. April 2016, 16:58 Uhr
Foto: Deutzmann/deutzmann.net

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Die Kündigungs-Posse zwischen dem KFC Uerdingen und Michael Boris geht in die nächste Runde. Der Ex-Trainer will sich zurück in seinen Job klagen.

Wie Horst Kletke, Anwalt von Michael Boris, dieser Redaktion mitteilte, geht der einstige Trainer des KFC Uerdingen gegen seine Kündigung vor. "Wir denken, dass diese ungerechtfertigt ist", erklärte Kletke nach der Durchsicht des Kontrakts. "Man kann nicht ohne weiteres eine Kündigung aussprechen, dafür braucht es schon einen Grund." Der Anwalt weist darauf hin, dass es einen Unterschied zwischen einer Kündigung und einer Freistellung gibt. Letzteres bezieht eine Weitervergütung mit ein, was bei seinem Mandanten aber nicht der Fall ist.

Würde Boris mit seiner Klage Erfolg haben, müsste der KFC Uerdingen den Fußballlehrer eigentlich wieder einstellen. Dass dies aufgrund des zerrütteten Verhältnisses zwischen den beiden Parteien natürlich keine Lösung sein kann, ist Kletke bewusst. "In diesem Fall ist die Abfindung natürlich nicht unerheblich", erklärt er. "Man kann sich immer verständigen, aber ein Rausschmiss geht nicht.

Am 21. April soll es vor dem Arbeitsgericht Krefeld zu einer Güteverhandlung kommen. Damit Boris seine Klage zurückzieht "müssten sich die Inhalte stark verbessern", erklärt sein Anwalt. Der KFC Uerdingen wollte sich nicht zu dem bevorstehenden Gerichtstermin äußern. "Aktuell kann ich keine Aussage dazu treffen", erklärte Nikolas Weinhart, Leiter der Geschäftsstelle des Vereins.

Michael Boris war Anfang März beim KFC Uerdingen als Trainer entlassen worden. Seine Kündigung sorgte für ein Verwirrspiel und zog sich über mehrere Tage hin.

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