Am Sonntag vergab der Cronenberger SC im Aufstiegsrennen eine 4:1-Führung bei Aufsteiger SSVg Heiligenhaus und verlor mit 4:5 (2:0).

Cronenberger SC

"Arroganz und Überheblichkeit" bei 4:5-Pleite

04. April 2016, 16:22 Uhr
Foto: Tillmann

Foto: Tillmann

Am Sonntag vergab der Cronenberger SC im Aufstiegsrennen eine 4:1-Führung bei Aufsteiger SSVg Heiligenhaus und verlor mit 4:5 (2:0).

Entscheidender Mann an der Talburgstraße war dabei der Heiligenhauser [person=10694]Christian Schuh[/person], der alle fünf Tore seines Teams erzielte und sich dabei auch nicht vom zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand beirren ließ.

Einen Tag nach der aus Cronenberger Sicht bitteren, aber auch spektakulären Niederlage, durch die der CSC seinen zweiten Platz an die Spvgg. Sterkrade-Nord verlor, war Coach Markus Dönninghaus immer noch aufgebracht angesichts der Fahrlässigkeit, mit der seine Mannschaft sowohl eine 3:0- als auch eine 4:1-Führung aus der Hand gegeben hatte: "Letzten Endes kann man sich mit so einem Spiel die komplette Saison kaputt machen. Wenn man so überlegen ist wie wir, darf man das Spiel niemals aus der Hand geben. Mir fehlen dafür wirklich die Worte." Aufgrund der gleichzeitigen Pleite der Sportfreunde Baumberg (0:3 gegen die SF Niederwenigern) verpassten die Wuppertaler damit auch die Chance den Ligaprimus vor dem Saisonendspurt noch einmal unter Druck zu setzen. "Wir haben eine Riesenchance verpasst, Baumberg nochmal Angst zu machen. So stehen sie weiter sicher an der Spitze", musste auch Dönninghaus anerkennen.

"Der Gegner war tot."
Markus Dönninghaus (Trainer Cronenberger SC) nach der 4:5-Pleite

Für die Leistung seiner Mannschaft nach der 65. Minute fand er deutliche Worte: "Ich bin maximal verärgert. Ich kann mir diesen Auftritt nur durch Arroganz und Überheblichkeit erklären. So gehe ich auch mit dem Team ins Gericht. Selbst nach dem 1:3-Anschlusstreffer haben wir noch sofort das vierte Tor nachgelegt, aber dann sind wir nicht mehr gelaufen und haben die Zweikämpfe verweigert. Der Gegner war nach dem 1:4 tot. Heiligenhaus hat uns nie Sorgen bereitet und konnte uns bis zur 69. Minute spielerisch nie gefährlich werden. Eigentlich mussten wir nur verwalten und hatten sogar die Chancen, noch auf 5 oder 6:1 zu erhöhen."

Natürlich gab es auch von ihm ein Lob an den Mann des Spiels: "Schuh hatte einen Sahnetag und eine hundertprozentige Chancenverwertung." Eine gesonderte Kritik richtete sich aber wiederum an seine Abwehr: "Wir haben die beste Abwehr der Liga, das konnten wir am Sonntag nicht unter Beweis stellen. Trotz der perfekten Chancenverwertung darfst du keine fünf Tormöglichkeiten zulassen."

Zum spektakulären 5:4 der Heiligenhauser in der 90 Minute durch einen Volleyschuss von der Seitenaußenlinie, 30 Meter von der Grundlinie entfernt, sagte der 48-jährige nur: "Ich mache dem Torwart keinen Vorwurf, aber ich möchte betonen: Ein 4:4 hätte mir genauso weh getan."

Autor:

Mehr zum Thema

Kommentieren