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Homberg - Speldorf
Sezen erlöst stürmische Gastgeber

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VfB Homberg
VfB Speldorf
Foto: Michael Ketzer

Gutes Wetter, nettes Ambiente und sogar eine Hunde-Frisbee-Halbzeitshow - neben dem Platz hatte das 2:1 zwischen dem VfB Homberg und dem VfB Speldorf einiges zu bieten.

Was das Geschehen auf dem grünen Rasen anging, blieb es zumindest 30 Minuten lang aber sehr unspektakulär. Lediglich Hombergs Marcel Kalski hatte in der ersten halben Stunde eine wirklich gute Einschussmöglichkeit, scheiterte aber freistehend an Speldorfs Torwart Martin Hauffe (18.). Hingegen bewiesen die Gäste, dass sie es ungleich der Darbietungen in den letzten Wochen auch effizient können. Eine von insgesamt zwei wirklich guten Speldorfer Torchancen im ganzen Spiel nutzte der Ex-Homberger Janis Timm nach guter Vorarbeit von Abdul Rahman Isshak Yussif zum 1:0 (33.). Danach rissen die Homberger die Partie zunehmend an sich und spielten sich zahlreiche Großchancen heraus. Das im engen Aufstiegskampf der Landesliga-Staffel 2 so dringend benötigte Erfolgserlebnis blieb den Schützlingen von Coach Stefan Janßen aber lange verwehrt.

Bis zur 85. Minute dauerte es, bis der eingewechselte Florian Ortstadt vor dem starken Hauffe die Nerven behielt und die Gelb-Schwarzen zum ersten Mal auf die Anzeigetafel brachte. Und der einmal mehr auffälligeSergen Sezen, welcher selber zuvor einige gute Gelegenheiten ausließ, setzte in der Nachspielzeit noch den Deckel gegen eine immer unkonzentrierter agierende Speldorfer Defensive drauf. In Anbetracht der Resultate der Aufstiegskonkurrenz sicherte der Ex-Oberhausener dem VfB ganz wichtige drei Zähler. Die Mülheimer stecken nach der bitteren, aber sicherlich verdienten Niederlage weiter im Abstiegskampf fest. Trainer Oliver Röder resümierte ernüchtert: „Für solche Gegner fehlt uns einfach die Qualität, weil wir auf einigen Positionen zu schlecht besetzt sind. Es sind seit Wochen immer dieselben Spieler, die für die Gegentore verantwortlich sind. Wenn sich die Mannschaft über 90 Minuten den Arsch aufreißt und am Ende nichts dabei herumkommt, muss man auch mal so ein starkes Statement abgeben.“

Erleichtert war hingegen Hombergs Trainer Stefan Janßen nach der nervenaufreibenden wie erfolgreichen Schlussphase: „Wir brauchen nicht darüber reden, dass das ein hochverdienter Sieg war. Und wer bis zuletzt immer alles gibt, der kann auch am Ende mal zuschlagen. Wir sind momentan in einer Phase, wo wir viele klare Torchancen nicht verwerten, aber am Ende gewinnen wir die Spiele. In den Schlussphasen sind wir zudem fitter und einen Tick frischer als der Gegner.“

Nächste Woche gilt es, die positive Tendenz mit sechs Siegen aus den letzten sieben Spielen beim SV Straelen zu bestätigen. Auf Speldorf wartet bereits am kommenden Freitagabend mit dem DSV 1900 die nächste knackige Aufgabe.

VfB Homberg: Der unverlangte Traum
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